{"id":242,"date":"2025-08-24T15:03:18","date_gmt":"2025-08-24T15:03:18","guid":{"rendered":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/?page_id=242"},"modified":"2025-08-28T14:34:42","modified_gmt":"2025-08-28T14:34:42","slug":"miterlebte-geschichten-susan","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/miterlebte-geschichten-uebersicht\/miterlebte-geschichten-susan\/","title":{"rendered":"MITERLEBTE GESCHICHTEN"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Susan<\/strong><br><br>E-mail der Mutter (\u00c4rztin):<br>&#8222;vielen Dank f\u00fcr unser Treffen am 04.08.2023!<br>Ich fand es wunderbar, denn es hat mir einige neue Informationen gegeben und Gedankeng\u00e4nge angeregt.<br><br>Susan hat auf dem Heimweg noch nicht geschlafen und auch wieder sehr geweint, als wir sie bettfertig gemacht haben. Die Phase haben wir aber unterbrochen und es geschafft, dass ihre Augen offen bleiben. Beim Kuscheln mit meinem Mann und Blick aus dem Fenster konnte sie sich dann selbstst\u00e4ndig wieder beruhigen. Beim n\u00e4chsten Schreien haben wir sie auf die Matte gelegt und sie hat sich ein paar Mal abgesto\u00dfen und wir sie darin ermutigt und sie gest\u00e4rkt.<br>Ich muss ehrlich sagen, dass es mir bereits im Familienzentrum dabei gut ging, weil ich tats\u00e4chlich sofort das Gef\u00fchl hatte, dass dieses Weinen anders und \u201ebesser\u201c ist. Ich f\u00fchlte mich viel weniger machtlos.<br><br>Ich habe mich so oft gefragt, wie ich Susan die offensichtlich vorhandene Angst vor dem Schlafen nehmen kann. Deshalb habe ich immer versucht, sie mit unseren Schlafliedern zu beruhigen. Diese kennt sie bereits aus der Schwangerschaft und ich erinnere mich an ihren aufmerksamen und nachdenklichen Blick, als wir sie das erste Mal au\u00dferhalb des Bauches gesungen haben. Ich bin mir sicher, dass dies ein sch\u00f6ner Moment f\u00fcr sie war und ihr vielleicht auch deutlich machen konnte, dass Mama Papa nach der anstrengenden Geburt weiterhin f\u00fcr sie da sind.\u00a0<br>Ein \u201eFehler\u201c war es vielleicht, vor dem Schlaf einfach nur diese Art der Beruhigung zu versuchen, statt ihr mehr zuzuh\u00f6ren.<br><br>Wir haben sie in den Tagen nach unserem Treffen vermehrt weinen lassen. Es kam auch von ihr tags\u00fcber, so kannten wir das eigentlich kaum.\u00a0<br><br>Es war auf jeden Fall auch gut zu wissen, dass sie nicht alleine ist und andere Kinder vielleicht sogar noch mehr leiden. Susan ist ja noch sehr jung und kann so vielleicht alles rechtzeitig verarbeiten und nicht erst als Kleinkind, wie in dem von Ihnen berichteten Fall.<br>Au\u00dferdem best\u00e4tigte das auch meinen Instinkt der ersten Wochen nach der Geburt, in denen sie abends noch st\u00e4rker weinte und ich sie aus Verzweiflung oft einfach nur ganz fest und sicher festgehalten habe, bis sie ersch\u00f6pft einschlief.<br>Sicher gab und gibt es unglaublich viel zu verarbeiten! Die vielen Reize und Erlebnisse eines Tages sind da nat\u00fcrlich am naheliegendsten. Nun haben wir noch einen weiteren wichtigen Teil der Geschichte und Erlebnisse verstanden und mit ihr erlebt! Vielen Dank daf\u00fcr!<br><br>Sehr einleuchtend fand ich in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass das Schlafen auch Angst vor schlechten Tr\u00e4umen und dem Alleinsein damit darstellen kann. Zuhause habe ich weiter dar\u00fcber nachgedacht und auch ich kenne (zum Gl\u00fcck selten) Tr\u00e4ume, in denen man zum Beispiel wegrennen m\u00f6chte und nicht von der Stelle kommt. Vielleicht f\u00fchlt sich eine schwere Geburt so in etwa f\u00fcr das Kind an.<br><br>Ein weiterer wichtiger Punkt war es auch, mir bereits nach unserem Telefonat einzugestehen, dass ich meine Bed\u00fcrfnisse nicht vernachl\u00e4ssigen darf. Ich musste unserem Baby von Anfang an sehr viel geben, was vor allem was ihren Hunger und unsere Stillprobleme anging. Ich habe es zwar schon gewusst, aber nach dem Gespr\u00e4ch erst akzeptiert, dass auch ich nicht unendlich viel Kraft habe und diese irgendwie wieder regenerieren muss. Insofern bin ich dankbar, tats\u00e4chlich viel famili\u00e4re Unterst\u00fctzung zu haben und werde diese nun mit weniger schlechtem Gewissen einfordern und wertsch\u00e4tzen k\u00f6nnen.<br>Neulich haben mein Mann und ich eine 20 km lange Fahrradtour am Nachmittag gemacht und das war wirklich eine sch\u00f6ne Verschnaufpause.\u00a0<br><br>K\u00f6nnen Sie mir in dem Zusammenhang noch einmal den zweiten Teil des Zitats \u201eEs braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind gro\u00dfzuziehen\u201c mitteilen? Den fand ich sehr gut, aber habe ihn leider vergessen.<br><br>Ich glaube, dass wir nun alles noch einmal besser verstanden haben und Lelia weint eigentlich nur noch aus direkt nachvollziehbaren Gr\u00fcnden wie Hunger oder M\u00fcdigkeit. Wir brauchen also aus unserer Sicht keinen Folgetermin.<br><br>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen\u00a0<br>Susan, Papa und Mama&#8220;<br><br><br><br><a href=\"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/miterlebte-geschichten-uebersicht\/miterlebte-geschichten-susan\/\">zum Seitenanfang<\/a><br><br><a href=\"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/miterlebte-geschichten-uebersicht\/\">zur \u00dcbersicht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Susan E-mail der Mutter (\u00c4rztin):&#8222;vielen Dank f\u00fcr unser Treffen am 04.08.2023!Ich fand es wunderbar, denn es hat mir einige neue Informationen gegeben und Gedankeng\u00e4nge angeregt. Susan hat auf dem Heimweg noch nicht geschlafen und auch wieder sehr geweint, als wir sie bettfertig gemacht haben. 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