{"id":253,"date":"2025-08-24T15:21:53","date_gmt":"2025-08-24T15:21:53","guid":{"rendered":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/?page_id=253"},"modified":"2025-09-03T19:53:56","modified_gmt":"2025-09-03T19:53:56","slug":"ausgewaehlte-eigene-texte-wenn-unser-soziales-nervensystem-chancen-hat","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/ausgewaehlte-eigene-texte-wenn-unser-soziales-nervensystem-chancen-hat\/","title":{"rendered":"AUSGEW\u00c4HLTE EIGENE TEXTE"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\" style=\"text-transform:uppercase\">Wenn unser soziales Nervensystem Chancen hat<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Inhalt:<br>1.) das gesunde autonome Nervensystem und seine Kr\u00f6nung im Sozialen<br>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 S.1-3<br>2.) das beeintr\u00e4chtigte autonome Nervensystem \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br>\u00a0 \u00a0 \u00a0S.3-7<br>3.) m\u00f6gliche fr\u00fchkindliche Ursachen f\u00fcr Beeintr\u00e4chtigungen des autonomen<br>\u00a0 \u00a0 \u00a0Nervensystems\u00a0<br>\u00a0 \u00a0 \u00a0S. 7-9<br>4.) neu erworbene Selbstregulation und soziales Wohlbefinden\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br>\u00a0 \u00a0 \u00a0S.9<br><br>1.)\u00a0<strong>Das gesunde autonome Nervensystem und seine Kr\u00f6nung im Sozialen<\/strong><br><br>Der regelm\u00e4\u00dfige Wechsel vieler Systeme von K\u00f6rper und\u00a0 Psyche zwischen einer Bewegung nach Au\u00dfen und einer Bewegung nach Innen bzw. zwischen Aktivit\u00e4t und Passivit\u00e4t kennzeichnet gesundes menschliches Leben. Diesem stetig flie\u00dfenden Wechsel von Richtungen oder Qualit\u00e4ten im Inneren unserer K\u00f6rper entsprechen viele weitere, immer wiederkehrende Rhythmen in der Natur wie Tag und Nacht, Sommer und Winter, Ebbe und Flut, z. B. auch unser Bed\u00fcrfnis<br>nach Bindung\/Beziehung einerseits und dem nach Autonomie andererseits.<br>Ein ausgewogenes sich Abl\u00f6sen von Aktivit\u00e4t und\u00a0 Ruhe\/Stille, ein gesundes Funktionieren unserer k\u00f6rperlichen und seelischen Systeme kann jedoch nur in einem Organismus stattfinden, der sich au\u00dferhalb von Gefahr, also\u00a0<strong>sicher<\/strong>\u00a0f\u00fchlt. So wissen wir es nun u.a. durch die Forschungen von Steven Porges[1].<br>Durch ihn ist das zweiphasige, \u201eklassische&#8220; Verst\u00e4ndnis der Wirkungsweise des autonomen \u2013 oder vegetativen Nervensystems (in Folgendem ANS) erweitert worden. Er spricht nicht mehr nur von\u00a0 e i n e m\u00a0 Gegenspieler des Sympathikus, dem Parasympathikus oder Nervus Vagus\u00a0 (dem \u201egro\u00dfen wandernden Besch\u00fctzer\u201c), vielmehr von einem \u201epolyvagalen System\u201c. Denn in Wirklichkeit handelt es sich bei den vagalen Nerven um ein ganzes Netz von im gesamten K\u00f6rper wirkenden Nervenstr\u00e4ngen, \u2013fasern und Subsystemen, welches in unterschiedlichen Epochen der Geschichte der Lebewesen entstanden ist und so auch mit unterschiedlichen Bereichen des Mittel- und des Gro\u00dfhirns verbunden ist. Seine Bahnen entspringen unterschiedlichen paarigen Kernen im verl\u00e4ngerten R\u00fcckenmark. Das sind der entwicklungsgeschichtlich \u00e4ltere Nucleus dorsalis, aus dem diejenigen Teile dieses Systems entspringen, die Porges den \u201ealten Vagus\u201c nennt,\u00a0 und der phylogenetisch j\u00fcngere, erst bei uns S\u00e4ugetieren zu findende Nucleus ambigues[2]. Aus ihm entspringen diejenigen Zweige dieses Systems, die Porges den \u201eneuen Vagus\u201c nennt. Er spricht dabei vom \u201esozialen Nervensystem\u201c. Die verschiedenen Systeme werden in unterschiedlichen Situationen aktiviert bzw. gehemmt, je nachdem, wie unser ANS unsere aktuelle Situation einsch\u00e4tzt. Es beurteilt jeweils blitzschnell und ohne unser Bewusstsein, ob die Situation, in der wir uns befinden,\u00a0 der Mensch, den wir gerade erleben, f\u00fcr uns<br>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 sicher,<br>. \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 unsicher oder<br>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 lebensgef\u00e4hrlich ist.<br><br>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0&#8211; 2 &#8211;<br><br>Diese st\u00e4ndig wechselnden Lageeinsch\u00e4tzungen durch unser ANS geschehen wesentlich \u00fcber die uns nicht bewussten Wahrnehmungen unserer k\u00f6rperlichen Befindlichkeit. Sie werden weitergeleitet an Teile im Hirnstamm mit den Cranialnerven, an das limbische System und nur teilweise an das Gro\u00dfhirn. Entsprechend schaltet unser ANS in hierarchischer Ordnung die unterschiedlichen Subsysteme an und hemmt die anderen:<br>Wenn wir uns sicher f\u00fchlen, werden der \u201eneue Vagus\u201c und bestimmte Funktionen des Sympathikus aktiv und erlauben uns, Kontakt zu machen. Dabei wird das \u201eLiebeshormon\u201c Oxytozin[3]ausgesch\u00fcttet und im K\u00f6rper verstreut. Bei Unsicherheit wird der \u201eneue Vagus\u201c gehemmt und das entwicklungsgeschichtlich \u00e4ltere Sympathikussystem wird aktiv. Dann wechselt unser ANS ohne unser Zutun, von ganz allein in die angestrengte Aktivit\u00e4t, wir passen angespannt auf, \u201ek\u00e4mpfen oder fliehen\u201c. Und\u00a0 bei \u00fcberw\u00e4ltigender \u2013 oder Lebensgefahr, wenn dem System kein Fl\u00fcchten oder K\u00e4mpfen mehr sinnvoll erscheint,\u00a0 wird der \u201ealte Vagus\u201c an-, und die \u201eh\u00f6heren\u201c, entwicklungsgeschichtlich j\u00fcngeren\u00a0 Systeme des Sympathikus und des \u201eneuen Vagus\u201c\u00a0 werden ausgeschaltet. Das f\u00fchrt zum Verhalten der Reptilien in uns, dem Totstellen, einer Art Schockstarre. Bei S\u00e4ugetieren l\u00f6st einen solche sich in der Regel sofort wieder, wenn die Extrem-Gefahr vorbei ist.<br>Kommt ein Baby oder ein Kind etwa zum ersten Mal in meinen Raum und kennt mich noch nicht, so befindet es sich in der Regel in einer gesunden Hab\u00b4-acht-Haltung, einer Anspannung oder gar Starre, weil es noch nicht wei\u00df, was auf es zukommt, wie ich fremder Mensch mich wohl verhalten werde. Sowie das Kind aber merkt, dass ich seine Signale wahrnehme und achte, seinen Augenausdruck z. B., seine Mimik, seine Bewegungen und Gesten sowie seine Laute, fasst es in der Regel sehr schnell Vertrauen, entspannt sich und nimmt von sich aus Kontakt mit mir auf. Oder aber es gestattet sich schnell, seinen Schmerz oder seine Wut auszudr\u00fccken. Bei den Erwachsenen, die mir zum ersten Mal begegnen, kann ich die gespannte Aufmerksamkeit und die pr\u00fcfende Zur\u00fcckhaltung des Abw\u00e4gens der Sicherheit der Situation nicht immer auf den ersten Blick hin sehen. Ich vermute, das ist so, weil unsere kulturellen Konventionen der H\u00f6flichkeit das nicht zulassen w\u00fcrden. Dennoch rechne ich auch bei ihnen mit dieser angespannten und pr\u00fcfenden Haltung bei jeder ersten Begegnung.<br>Wenn wir uns sicher f\u00fchlen, erm\u00f6glicht das soziale Nervensystem des \u201eneuen Vagus\u201c uns Kommunikation \u2013 was den Reptilien so nicht verg\u00f6nnt ist<br>Dem Nucleus ambigues entspringen sinnvoller Weise genau diejenigen Hirnnerven, welche f\u00fcr das Kommunizieren schon beim Neugeborenen wichtig sind: Es wird sich &#8211; und muss dies in gewisser Weise &#8211; die Mutter geneigt machen etwa durch seine Mimik, seine Laute und durch die Bewegungen seines K\u00f6pfchens, weil es ohne ihre F\u00fcrsorge nicht existieren k\u00f6nnte[4]. Der wesentlich zu diesem Kommunikationssystem geh\u00f6rende X. Hirnnerv, das System des Nervus Vagus hemmt gleichzeitig die Erregung des Herzens, sozusagen, damit der Kontakt in Ruhe genossen werden kann.<br>Noch einmal: wir k\u00f6nnen mit diesen sozialen Sinnesorganen also nur dann mit anderen Kontakt machen und Beziehungen aufbauen, wenn wir uns sicher f\u00fchlen. Andernfalls werden diese unsere speziellen Kommunikationsorgane sozusagen lahmgelegt und die Angstschleife mit \u201efliehen oder k\u00e4mpfen\u201c oder gar mit totstellen wird aktiviert \u2013 ohne unser bewusstes Zutun.<br>Aktivit\u00e4t ohne Angst stillt unsere Neugier. Wir nehmen bewusst Reize unserer Umwelt auf, machen Kontakt mit Menschen, Dingen, Themen oder Aufgaben, dehnen uns aus, richten uns aus &#8212; auf&#8212; . Ein Kind etwa strahlt wohlig, hat einen klaren, feucht-gl\u00e4nzenden, pr\u00e4senten Blick, spannt sich lustvoll an und gibt sich so einer gew\u00e4hlten Erkundung hin. Das schon Gr\u00f6\u00dfere l\u00e4uft voller Freude auf einen vertrauten Menschen zu. Ein Baby fixiert sein Gegen\u00fcber und flirtet mit ihm, nimmt aufmerksam Ver\u00e4nderungen von Licht, Bewegungen, Ger\u00fcchen, Ger\u00e4uschen und seiner Lage &#8211; , seinem Gehaltenwerden wahr, erprobt lustvoll seine Glieder, seine Stimme, seine Mimik. &#8211; Es braucht dazu viel mehr Zeit als wir Erwachsenen.- . Sein Weinen dr\u00fcckt ein Bed\u00fcrfnis aus. Und: Es zeigt deutlich, wenn es eine Pause<br><br>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 &#8211; 3 &#8211;<br><br>braucht. In dieser Qualit\u00e4t dominieren in unserem ANS der \u201eneue Vagus\u201c und Teile des Sympathikus. Das erm\u00f6glicht uns Ruhe ohne Erstarrung und ohne Panik. Dies st\u00e4rkt unsere Kraftquellen. Wir brauchen Pausen, brauchen Ruhe und Entspannung. Unser Bed\u00fcrfnis nach Stille ist auch ein st\u00e4ndiges unbewusstes Orientieren unseres ANS am inneren Gleichgewicht aller Systeme des Organismus\u00b4. Die Aufnahme von Reizen ist ges\u00e4ttigt. Wir machen eine von Drau\u00dfen-weg-Bewegung. Das dr\u00fccken unsere Sinne und unser K\u00f6rper aus: unsere Augen gehen nach Innen, die Mimik entspannt sich, die Stimme wird ged\u00e4mpft oder ganz ruhig. Wir machen wenig Gesten und wenige oder keine Bewegungen. Wir m\u00f6gen gerade keinen Kontakt mit Menschen, Dingen, Themen oder Aufgaben. Ein Kind schl\u00e4ft z. B. auf dem K\u00f6rper eines Erwachsenen wie hingegossen ein oder schaut nach Innen, sitzt dann buddah-haft still. Es tr\u00e4umt mit offenen Augen, sieht versonnen aus. Seine H\u00e4ndchen, F\u00fc\u00dfe und Glieder sind entspannt und gut durchblutet. Wir sehen eine passive Lust. Die aufgenommenen Reize aus der Au\u00dfenwelt werden jetzt im Nervensystem verarbeitet. Der Atem geht durch den ganzen K\u00f6rper. Das Herz schl\u00e4gt ruhig und ausgeglichen. Der Liquor in den Hirnventrikeln und im R\u00fcckenmark macht eine gro\u00dfe Bewegung (Amplitude) oder kommt in den kreativen Stillpunkt. Ist in der aktiven Phase davor ein Kontakt stimmig und lustvoll gewesen, genie\u00dfen wir jetzt\u00a0 in v\u00f6lliger Ruhe das Gef\u00fchl von Verbundenheit. Momente, in denen ein Kind ganz still geworden ist, sollten m\u00f6glichst nicht gest\u00f6rt werden, jede Stimulierung in dieser Situation st\u00f6rt die innere Verarbeitung und Neuvernetzung im Nervensystem. Diese Zeiten sind heilig wie die Stille in einer Andacht.<strong><br>Das<\/strong>\u00a0<strong>autonome oder vegetative Nervensystem<\/strong>\u00a0in seiner gesunden Reaktion auf die jeweilige Umgebung sucht also st\u00e4ndig eine gute Balance zwischen den drei genannten Zust\u00e4nden unter der Vorherrschaft des neuen Vagus, des sozialen Nervensystems.<br>Alle Funktionen unseres K\u00f6rpers, das Muskel-. das Kreislauf und Herzschlag- , das Verdauungs-, Atem-, Hormon-, Lymph- , Stoffwechsel-, Liquor- und Fortpflanzungssystem sind in diese st\u00e4ndige Dynamik von K\u00f6rper, Psyche und Intellekt einbezogen.<strong><br>Je h\u00e4ufiger ein Mensch sich sicher f\u00fchlt, umso besser k\u00f6nnen sich K\u00f6rper und Seele regenerieren, Gesundheit, Selbstregulation, Lebenskraft und Selbstheilung k\u00f6nnen sich entfalten.\u00a0<\/strong>In so gut wie jedem Kind und jedem Erwachsenen gibt es in Situationen der Sicherheit mindestens einige wenige gesunde K\u00f6rperteile, in denen wir uns wohl- und entspannt f\u00fchlen. Diese Orte unseres K\u00f6rpers geh\u00f6ren zu unseren inneren Kraftquellen und wir k\u00f6nnen \u00fcben, sie sich ausweiten zu lassen.<br><br>2.)\u00a0\u00a0<strong>Das beeintr\u00e4chtigte autonome Nervensystem<br><br>Schwierig wird es, wenn der Sympathikus die Vorherrschaft \u00fcbernimmt.<\/strong>\u00a0Dann befinden wir uns in einer Daueranspannung, die uns schlie\u00dflich \u00fcberfordert &#8212; .\u00a0<br><br>2.1.) Die meisten von uns Erwachsenen haben in ihrem vorgeburtlichen Leben, w\u00e4hrend ihrer Geburt und in ihrer Kindheit \u00dcberw\u00e4ltigendes erlebt, das uns traumatisierte. Und ebenso ergeht es in unserem Kulturkreis immer noch vielen Kindern. Unseren und ihren Erwartungen an Erw\u00fcnscht &#8211; und Verstandensein, an eine sichere Umgebung und die Erf\u00fcllung unserer und ihrer Bed\u00fcrfnisse konnte &#8211; aus vielen, vielen Gr\u00fcnden &#8211; nicht entsprochen werden. Aus solcher Entt\u00e4uschung heraus gerieten unsere K\u00f6rper vielleicht schon sehr fr\u00fch in eine chronische Haltung von Angst, eine st\u00e4ndige \u201eHab\u00b4 Acht-Stellung\u201c. Das ANS bekam eine Schlagsseite in Richtung\u00a0 Sympathikusaktivit\u00e4t bzw. Anspannung und Daueraktivit\u00e4t. Viele von uns<br><br>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211; 4 &#8211;<br><br>haben sich so sehr an einen solchen Zustand des Getriebenseins gew\u00f6hnt, dass wir ihn u.U. als normal erleben, weil wir ein entspanntes Wohligsein, ein Ruhig-Sein mit Anderen ohne Angst oder schlechtes Gewissen gar nicht kennen oder kannten<br>Die spontane Reaktion auf eine\u00a0<strong>unsichere<\/strong>\u00a0Situation ist also Anspannung, die Vorbereitung aufs Weglaufen bei den S\u00e4ugetieren, vielleicht auch Zappeln, Schlagen, Schreien, viel Sprechen oder einfach angespannte Unruhe. Dies ist die oben auf S.2 als Zweites genannte Reaktionsstufe des ANS.<br>Und wenn in der Vergangenheit derlei Impulse bei Gefahr nicht aktiv ausgedr\u00fcckt oder k\u00f6rperlich abreagiert werden konnten, ist das betroffene Nervensystem auch sp\u00e4ter noch viel schneller und \u00f6fter aktiv und wachsam, als es der jeweiligen Situation angemessen ist. Zum Verstehen dieses Verhaltens ist es wichtig, die Erkenntnisse der Neurophysiologie \u00fcber unser\u00a0<strong>implizites oder K\u00f6rperged\u00e4chtnis<\/strong>\u00a0zu kennen:<br>Alles, was wir mindestens seit unserer Empf\u00e4ngnis erlebt haben, sei es Angst, Gefahr, \u00dcberw\u00e4ltigung oder Wohlbefinden ist in diesem unserem K\u00f6rperged\u00e4chtnis[5]\u00a0gespeichert, ohne dass wir vieles davon bewusst erinnern k\u00f6nnen. Unsere Erfahrungen bis zu etwa unserem 2.- 3. Lebensjahr sind uns nicht bewusst. Sie k\u00f6nnen jedoch in k\u00f6rperorientierten Psychotherapien bewusst gemacht werden. Dann verlieren sie die Herrschaft \u00fcber unser Erleben und unsere Entscheidungen. Denn unser Nervensystem reagiert nicht nur in realen Situationen von Unsicherheit, Angst, Gefahr oder \u00dcberw\u00e4ltigung in einer der beschriebenen Weisen, sondern leider oft auch schon bei der Erinnerung an solche Situationen.\u00a0<br>Unser Blick ist dann oft schon in Momenten, die uns an fr\u00fchere Gefahren erinnern, eher starr als weich, wir haben eher versteifte als elastische Muskeln und hartes Bindegewebe, sind st\u00e4ndig auf der Hut oder f\u00fchlen uns getrieben. Dabei muss solche Befindlichkeit und Erinnerung uns gar nicht bewusst sein.<br>Das Kind ist z. B. nicht f\u00e4hig, sich zu beruhigen. Es hat Schwierigkeiten, an der Brust still zu werden, bricht immer wieder den Kontakt ab, um die Umgebung zu kontrollieren. Es zeigt mangelndes Vertrauen bei der Aufnahme von Kontakt oder bei dem Versuch dazu. Erh\u00f6hter Herzschlag, hoher Blutdruck, schnellere Atmung, Schwei\u00dfausbruch, erweiterte Pupillen, erh\u00f6hte Muskel- und Gewebespannung sowie gest\u00f6rter Schlaf\u00a0 k\u00f6nnen die Folge einer blo\u00dfen Erinnerung an eine l\u00e4ngst vergangene\u00a0<strong>Unsicherheit\u00a0<\/strong>oder erlebte Gefahr sein. Die Anspannung kann sich aber verlieren, wenn wir \u2013 und vor allem unser K\u00f6rper lernten, das Erlebte durch Bewusstmachen von der Gegenwart zu unterscheiden.\u00a0<br>War oder ist die aktuell wirkliche oder die erinnerte Gefahr so gro\u00df, dass sie uns in Existenznot versetzt\/e, treten die Reaktionen in gesteigerter Qualit\u00e4t auf: Wir erleben beim Kind vermehrtes Weinen, erh\u00f6hte Unruhe, mangelnde Selbstberuhigung. Es kann keine klaren oder \u00fcberhaupt keine Grenzen zeigen. Es hat eine verminderte Wahrnehmung und Sensorik, scheint sich der jeweiligen Umwelt nicht bewusst zu sein. Es ist nicht f\u00e4hig, auf Reize angemessen zu reagieren, ist st\u00e4ndig fordernd, &#8222;nervend&#8220;, absto\u00dfend. Es weint w\u00fctend, \u00e4ngstlich, verzweifelt oder untr\u00f6stlich. Es zeigt vielleicht starke Tret- oder Schlagbewegungen &#8211; oft gegen die Mutter gerichtet. Bewegungsimpulse finden sich im ganzen K\u00f6rper. Wir Erwachsenen kommen noch schneller in Panik&#8212;. werden vielleicht beim geringsten Anlass aggressiv, teilen schnell Kr\u00e4nkungen an andere aus, die uns oft hinterher leid tun.<br>Vgl. das Kaninchen, das panikartig vor dem Fuchs flieht.<br><br>2.2.)\u00a0 Wenn\u00a0 Erlebnisse f\u00fcr das Nervensystem eines Menschen so heftig sind, dass er nicht mehr aktiv reagieren kann, schaltet er auf Dissoziation, einen vom \u201ealten Vagus\u201c\u00a0 bewirkten, reptilhirn\u00e4hnlichen Schockzustand, in dem wir starr werden und die Realit\u00e4t nicht mehr ad\u00e4quat wahrnehmen, weil wir sie nicht aushalten w\u00fcrden. Unser ANS sch\u00fctzt uns auf diese Weise mit Hilfe von Abspaltung, einer Art \u201eeingefrorener\u201c Abwesenheit. Das ist die<br><br>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 &#8211; 5 &#8211;<br><br>oben auf S. 2\u00a0 aufgelistete dritte Stufe der Reaktionen unseres Nervensystems, \u00fcber die unser Organismus immer noch verf\u00fcgt und die aus der Entwicklungsgeschichte der Reptilien stammt.<br>Der Blick eines Babys ist dann z. B. oft glasig oder stechend, nicht pr\u00e4sent, oder er wird abgewendet. Seine motorische Koordination geht verloren. Seine Bewegungen haben eine wiederholende, kantige Qualit\u00e4t. Es hat kalte H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe. Der Muskeltonus ist ganz schlaff, hypoton &#8211; oder es f\u00fchlt sich versteift, hyperton an. Diese &#8222;K\u00f6rperpanzerung&#8220;[6]\u00a0 ist \u00a0manchmal die einzige M\u00f6glichkeit, in \u00fcberw\u00e4ltigenden und lebensbedrohlichen Situationen, in denen ein Mensch keine verstehende Begleitung hat, zu \u00fcberleben.<br>Das Baby zeigt nach solchen Erfahrungen h\u00e4ufig &#8211; nicht mehr der aktuellen\u00a0 Situation entsprechende\u00a0 &#8211; Schreckreaktionen, z.B. den\u00a0 Mororeflex, das sich nach hinten Durchbiegen \u2013 auch nach dem 2.-4. Monat[7]<br>Oft wird ein versteiftes, hypertones Baby als ein braves Baby betrachtet, weil es sehr wenig weint und ohne Schreien oder Zappeln allein gelassen werden kann. Das hei\u00dft jedoch oft, dass sein Bed\u00fcrfnis nach Kontakt und N\u00e4he nur eingefroren ist. Es hat dann seine Sehnsucht nach Wohlbefinden kaltgestellt, auf \u201eTotstellen\u201c geschaltet, weil ein st\u00e4ndiges Sp\u00fcren seiner Entt\u00e4uschung zu schmerzhaft w\u00e4re. Auch Wut oder Angst sind eingefroren.<br>Wir Erwachsenen sind dann verschlossen und isoliert, verlieren den emotionalen Kontakt zu uns selbst und zur Umwelt, sind dissoziiert, sp\u00fcren auch unseren K\u00f6rper nicht (mehr), sind au\u00dfer uns, de-zentriert, uns selbst und der Umwelt gegen\u00fcber entfremdet.<br>Dieser Zustand ist die h\u00f6chste Alarmstufe der Reaktionen unseres ANS, von der es Gebrauch macht, wenn ihm die aktiven und entspannten Weisen des Reagierens auf Ereignisse nicht mehr m\u00f6glich sind.<br>In diesem Zustand wird offenbar der sympathische Zweig des ANS vom alten parasympathischen \u00fcberlagert. Beide scheinen zugleich aktiv und lassen das lebende System erstarren, wie wenn Gaspedal und Bremse gleichzeitig auf 100% geschaltet sind.<br>Auch solche Zust\u00e4nde sind so h\u00e4ufig, dass sie uns als normal erscheinen k\u00f6nnen. Dann werden wir uns z. B. an zur\u00fcckliegende Ereignisse nicht mehr erinnern. Wir sind mit unserer Aufmerksamkeit oft nicht in der Gegenwart, sondern im Gr\u00fcbeln u.\u00e4.<br>Ein solcher Zustand des \u00dcberw\u00e4ltigtseins wird vom Erscheinungsbild her auch bei uns Erwachsenen leicht mit dem oben unter 1.) beschriebenen der wohligen tiefen Kommunikation, Sammlung und Verarbeitung von angenehmen Erfahrungen verwechselt.<br>Die \u00dcberlebensstrategie des Abspaltens von K\u00f6rperwahrnehmung und Gef\u00fchlen kostet enorm viel Kraft.<br>Vgl. das Kaninchen, das einem Fuchs nicht mehr entkommen kann und sich tot stellt. &#8211; Sowie es wieder in Sicherheit ist, entl\u00e4dt es die erstarrte Energie, zittert und l\u00e4uft weg &#8211;\u00a0[8].<br>Die eingefrorenen Wahrnehmungen und Gef\u00fchle tauen auch bei uns Menschen auf, sowie genug Sicherheit und Verst\u00e4ndnis erlebt werden und das System sich entspannen kann. Dann f\u00e4ngt ein sonst immer ruhiges Baby pl\u00f6tzlich an, bitterlich oder exzessiv zu weinen, d.h. es kann endlich wieder von der dritten Stufe der L\u00e4hmung auf die zweite der Aktivierung des ANS hinaufschalten.<br>F\u00fcr Ungeborene, S\u00e4uglinge und Kleinkinder ist das Fliehen keine wirkliche M\u00f6glichkeit. Deshalb &#8211; und weil viele von ihnen noch nicht genug emotional in ihrem Erleben begleiten werden (k\u00f6nnen) &#8211; , werden Ungeborene schneller \u00fcberw\u00e4ltigt werden und in dieses dritte Stadium ihres ANS kommen als wir Erwachsenen. Dann ist das Ungeborene ganz still im Bauch der Mutter, um nur ja nichts sp\u00fcren zu m\u00fcssen und die Mutter so wenig wie m\u00f6glich zu \u201est\u00f6ren\u201c. Aber Babys kommen eben auch sehr viel schneller wieder aus einem Zustand der Erstarrung heraus als Erwachsene<br><br><em>Wenn sich unser eigenes Nervensystem in einem dieser\u00a0 Erregungs- oder Erstarrungszust\u00e4nde befindet, k\u00f6nnen wir als Mutter\/Vater oder BegleiterIn die Signale eines Babys nicht gut wahrnehmen und den Kontakt zu ihm nicht gut aufrechterhalten. Deshalb ist es wichtig, dass wir dies selbst merken und im<br><br>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/em>&#8211; 6 &#8211;<em><br><br>Zusammensein mit Babys und ihren Eltern &#8211; dass Eltern im Zusammensein mit ihrem Baby &#8211; immer wieder versuchen, zur eigenen Ruhe zu finden. Um uns zu sp\u00fcren, k\u00f6nnen wir\u00a0 z. B. m\u00f6glichst tief in unseren Bauch atmen, unsere Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Teile unseres K\u00f6rpers richten, etwa unsere F\u00fc\u00dfe sp\u00fcren, die Ber\u00fchrungsfl\u00e4chen mit der Umgebung, dem Boden und mehr\u00a0 &#8212;.<br>Und wenn uns dies nicht gelingt, sollten wir m\u00f6glichst gerade jetzt eben keinen Kontakt zu einem Kind und seinen Eltern aufnehmen, sie behutsam und erkl\u00e4rend an eine andere Person weiterempfehlen. Wenn wir auch das in einer Situation gerade nicht k\u00f6nnen, sollten wir\u00a0 mindestens\u00a0 unsere Befindlichkeit benennen. Das Kind kann dann besser zwischen sich selbst, den eigenen Empfindungen und denen von dem anderen Menschen unterscheiden. Vielleicht sollten wir es dann ein St\u00fcckchen von uns weg legen, ohne den inneren Kontakt zu ihm zu verlieren, bis wir selbst wieder in einem entspannten, mit unseren Kraftquellen verbundenen, pulsierenden Zustand sein k\u00f6nnen.<\/em><br><br>Oft erleben wir in Situationen, in denen wir uns sicher, verstanden, gemeint, beachtet und angenommen f\u00fchlen z. B. beim Erleben einer gerade willkommenen Ber\u00fchrung oder einer stimmigen Sequenz der \u201eSchmetterlings-babymassage\u201c[9], dass eine K\u00f6rperregion aktiviert wird, in der zuvor nicht abgebautes Stresserleben bzw. Trauma \u201eeingefroren\u201c waren. Dann wird durch das angenehme Erleben in\u00a0<strong>Sicherheit\u00a0<\/strong>der Impuls zur Bewegung in Gang gesetzt. Die sanften Ber\u00fchrungen wirken dann eher erregend als beruhigend&#8212;-. Das Baby beginnt u.U. zu schreien und zu zappeln.<br>In meinem Zusammensein mit jungen Familien habe ich oft in den ersten Begegnungen mit dem Baby die beschriebenen Zust\u00e4nde und Verhaltensweisen von \u00dcbererregung oder \u201eErstarrung\u201c erlebt. Ich durfte aber so gut wie immer dabei sein, wie sich &#8222;Panzerung&#8220; und Abwehr nach und nach \u2013 manchmal erstaunlich schnell \u2013 aufl\u00f6sten. Die Eltern und ich durften gemeinsam erleben, wie die Organ- und Bewegungssysteme des Kindes wieder gesund und lustvoll pulsieren, wie es seine Umgebung erkundet und immer wieder mit Mutter, Vater, weiteren Personen oder Dingen flirtend Kontakt sucht. Offenbar hatte ein Erleben von\u00a0<strong>Sicherheit<\/strong>\u00a0dies m\u00f6glich gemacht.<br><br>3.)\u00a0<strong>m\u00f6gliche fr\u00fchkindliche Ursachen f\u00fcr Beeintr\u00e4chtigungen des autonomen Nervensystems<\/strong><br><br>Es gibt viele M\u00f6glichkeiten, durch die kleine Menschen in Angst oder bedrohliche Zust\u00e4nde geraten k\u00f6nnen. Ob sie eine traumatische Wirkung im sp\u00e4teren Leben haben werden, h\u00e4ngt davon ab, wie gut die Mutter und die Eltern des Kindes ihre eigenen Kraftquellen nutzen und so das\u00a0 Kind emotional verstehend begleiten k\u00f6nnen. Wird eine Gefahrensituation in einf\u00fchlsamem, sch\u00fctzendem Kontakt erlebt, wird sie\u00a0 n i c h t\u00a0 zu einem Trauma f\u00fchren. Deshalb habe ich bei den Nennungen m\u00f6glicher Ursachen immer dieses \u201evielleicht\u201c eingef\u00fcgt.\u00a0<br>Die folgende Auflistung m\u00f6glicher Ursachen von Traumata sind gegebenenfalls unter einer Einschr\u00e4nkung zu lesen: Die Liste durchzugehen, l\u00f6st manchmal schon innere Bewegungen aus. Deshalb bitte ich diejenigen meiner LeserInnen, die solches von sich selbst vermuten, ihr Lesen abzubrechen, wenn es f\u00fcr Sie zu schmerzlich wird und zun\u00e4chst wieder zu Ihren eigenen Kraftquellen zur\u00fcckzukehren!<br>Erst wenn Sie innerlich wieder in Ihrem Wohlbefinden sind, sollten Sie weiterlesen. So jedenfalls verfahren wir in Fortbildungsgruppen zu diesem Thema.<br><strong>Das Kind sp\u00fcrte<\/strong>\u00a0vielleicht\u00a0<strong>im Bauch der Mutter<\/strong>\u00a0\u00fcber ihren Blutdruck, ihre Herzfrequenz, ihre Hormone, ihr autonomes Nervensystem mit s\u00e4mtlichen Erscheinungsformen&#8230;.,<br>dass seine Entdeckung f\u00fcr die Eltern ein Schock war,<br>dass seine Existenz geleugnet wurde,<br><br>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 &#8211; 7 &#8211;<br><br>dass niemand mit ihm Kontakt aufnahm,<br>dass die Mutter viele \u00c4ngste hatte (z. B. vor einem erneuten Verlust nach vorangegangener Fehlgeburt, einem verstorbenen Kind, wegen vorgeburtlicher Diagnostiken u.\u00e4.),<br>dass sie Konflikte mit ihren Eltern, ihren KollegInnen oder ihrem Partner hat,<br>dass sie trauert um einen nahen Menschen.<br>dass sie sich ein Kind anderen Geschlechts w\u00fcnscht,<br>dass sie an Abtreibung denkt,<br>dass es viel Nikotin oder andere Drogen bekommt,<br>dass es alkoholisiert wird &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<br>W\u00e4hrend solcher oder \u00e4hnlicher Erlebnisse ger\u00e4t das ungeborene Kind oft unter Stress[10]. Es macht m\u00f6glicherweise Bewegungen, um zu fliehen, kann diese aber in der Enge des m\u00fctterlichen K\u00f6rpers nicht ausf\u00fchren. Vermutlich ger\u00e4t es dann manchmal in einen Zustand der \u00dcberw\u00e4ltigung, in welchem sein ANS den gesamten K\u00f6rper auf Erstarren schaltet. Es verh\u00e4lt sich dann ganz still, um die Mutter nur ja nicht noch mehr zu belasten. Nach der Geburt erleben wir dann in verstehender Atmosph\u00e4re oft den sich k\u00f6rperlich \u2013 und\/oder im klagenden oder w\u00fctenden Schreien ausdr\u00fcckenden und so l\u00f6senden &#8211; , manchmal schier unendlich erscheinenden Schmerz oder rasende Wut.<br>In unserem Kulturkreis beginnen wir offenbar erst nach und nach, wahrzunehmen, was Kindern vor-, w\u00e4hrend und nach der Geburt geschieht[11].<strong><br>Das Kind erlebte vielleicht, dass<\/strong>\u00a0<strong>die Geburt<\/strong>\u00a0 eingeleitet oder mit wehenhemmenden Mitteln hinausgez\u00f6gert wurde (Gewalterfahrung),-\u00a0es erlebte vielleicht einen Wechsel von wehenhemmenden und wehenf\u00f6rdernden\u00a0 Mitteln (o.a.chemische Interventionen),<br>&#8211; es erlebte m\u00f6glicherweise eine Mutter, die sich ohnm\u00e4chtig und ausgeliefert f\u00fchlt und den Kontakt zu ihm abbricht, die ungen\u00fcgenden Schutz ihrer Souver\u00e4nit\u00e4t und Intimit\u00e4t etwa durch laute und nicht auf\u00a0 sie und das Kind bezogene Gespr\u00e4che, grelles Licht, vielleicht Spannungen zwischen den GeburtshelferInnen erfuhr&#8230;.<br>&#8211; es merkte vielleicht , dass niemand mit ihm sprach und ihm m\u00f6gliche Eingriffe ank\u00fcndigte und erkl\u00e4rte &#8212;<br>&#8211;\u00a0 es erlebte vielleicht einem todesnahen Zustand, etwa durch Sauerstoffmangel, Nabelschnurumschlingung oder einen chirurgischen Eingriff,<br>&#8211;\u00a0 es erlebte vielleicht, dass das Geburtshelferteam andere als seine und die Interessen der Mutter verfolgt (z. B. die eigene Absicherung),<br>&#8211;\u00a0 es erlitt vielleicht, dass die Geburt nicht voran kam, es stecken blieb&#8211;,<br>&#8211;\u00a0 Zange oder Saugglocke machten ihm unerkl\u00e4rliche uns\u00e4gliche\u00a0 Schmerzen \u00a0 \u00a0 und (Todes-)Angst,<br>&#8211;\u00a0\u00a0eine Narkose schaltete vielleicht sein und das F\u00fchlen seiner Mutter aus, d.h. die Verbindung zwischen beiden und beider Wahrnehmung wurde unterbrochen (diffuse Trennungs-= Existenzangst),<br>&#8211;\u00a0\u00a0 ein geplanter Kaiserschnitt \u00fcberw\u00e4ltigte das Kind vielleicht und verhinderte die Aussch\u00fcttung wichtiger, bindungsf\u00f6rdernder und schmerzlindernder\u00a0 Hormone,<br>&#8211;\u00a0\u00a0Mutter und Kind erlebten vielleicht andere mit einem Notkaiserschnitt verbundenen k\u00f6rperlichen und seelischen Zust\u00e4nde,<br><br>\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211; 8 &#8211;<br><br>&#8211;\u00a0 die Geburt geschah vielleicht sehr schnell. Auch das bedeutet oft eine \u00dcberw\u00e4ltigung des kindlichen Nervensystems (nicht umsonst dauert eine Geburt nat\u00fcrlicher Weise in der Regel viele Stunden<br>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<strong><br>Mutter und Kind wurden vielleicht nach der Geburt voneinander getrennt,<\/strong>\u00a0(= Eingriff in diese wichtige Phase erneuter k\u00f6rperlicher Anbindung bzw. den Ausbau der seelischen Nabelschnur und das erste Stillen),<br>&#8211; das Kind musste vielleicht in einen Inkubator mit allen damit verbundenen emotionalen Stresszust\u00e4nden (Trennungs- bzw. Todes\u00e4ngste und &#8211; erfahrungen &#8211; ),<br>&#8211; die Nabelschnur wurde vielleicht unsensibel und noch pulsierend durchtrennt,<br>&#8211; Untersuchungen wurden vielleicht nicht am K\u00f6rper der Mutter durchgef\u00fchrt (Verlassenheitsangst),<br>&#8211; Silbernitrat \u00e4tzte vielleicht schockierend die Augen,<br>&#8211; das Kind wurde vielleicht schmerzhaft abgesaugt<br>\u00a0&#8211; Es erhielt vielleicht Injektionen oder andere instrumentelle Eingriffe ohne mitf\u00fchlenden Kontakt der Erwachsenen,<br>&#8211;\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;<br>Noch einmal: viele von den aufgelisteten oder auch weiteren Situationen k\u00f6nnen vom Kind dadurch verarbeitet werden, dass die Mutter, der Vater oder ein anderer Mensch \u2013 auch unter der Geburt &#8211; mit ihm Kontakt hat, innerlich oder auch h\u00f6rbar mit ihm spricht, Mitgef\u00fchl ausdr\u00fcckt und erkl\u00e4rt, warum dieser oder jener Eingriff jetzt n\u00f6tig ist. Dann erlebt das kindliche Nervensystem \u2013 selbst beim Kaiserschnitt &#8211; wohl Gefahr, auch Angst, auch eine Aktivierung seines Nervensystems. Aber das Erleben von\u00a0<strong>Sicherheit,\u00a0<\/strong>der Kontakt zu den Kraftquellen reichen aus, damit die Erregungen mit Hilfe der Kommunikation verarbeitet werden k\u00f6nnen. Es wird nicht \u00fcberw\u00e4ltigt\/traumatisiert werden und den erlebten Stress schnell wieder abbauen k\u00f6nnen. Ein einziger verstehender Mensch kann in solchen Situationen d i e wichtige Ressource f\u00fcr Kind und Eltern sein. Er kann das Gef\u00fchl von Verlassenheit in der Gefahr verhindern und eine solche dadurch ertr\u00e4glich machen.<br>Die genannten m\u00f6glichen Erlebnisse in Schwangerschaft, unter der Geburt und danach m \u00fc s s e n\u00a0 also nicht zu einem Trauma f\u00fchren!<br><br>4.)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<strong>neu erworbene<\/strong>\u00a0<strong>Selbstregulation und soziales Wohlbefinden<\/strong><br>Wenn kleine und gro\u00dfe Menschen in eine gesch\u00fctzte, verstehende Umgebung kommen, in der sie sich sicher f\u00fchlen, k\u00f6nnen ihre Spannungen in K\u00f6rper, Seele und Verstand, k\u00f6nnen auch Dissoziation und Trauma nach und nach abgebaut werden. Das erfolgt in der Regel r\u00fcckw\u00e4rts in dem o.g. Stufensystem von S. Porges:<br>D.h. ein zuvor erstarrtes Baby wird zun\u00e4chst aktiviert. Das ist die oben auf S.2 als zweite genannte und unter 2.1 beschriebne Stufe der Antworten des autonomen Nervensystems. Der K\u00f6rper und die Emotionen, die zuvor erstarrt waren, werden verfl\u00fcssigt und aufgetaut, sozusagen wieder lebendig. Ein vielleicht bisher sehr ruhiges, \u201ebraves\u201c Kind wird laut, schreit mehr als vorher, wird vielleicht aggressiv oder gar krank. Erst dann kann es in den auf S. 2 als\u00a0 erste Stufe genannte und unter 1. beschriebenen idealen Zustand wohligen Genie\u00dfens von Geborgenheit und Kontakt oder entspannter Aufmerksamkeit wechseln. Es ist wunderbar f\u00fcr das Kind, wenn wir seine vor\u00fcbergehend vermehrte Aktivit\u00e4t und vielleicht Unruhe als einen Weg zur Gesundung begr\u00fc\u00dfen k\u00f6nnen und uns freuen \u00fcber seinen<br><br><br>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 &#8211; 9 &#8211;<br><br>Ausdruck von Leben und Lebendigsein. Erst, wenn wir dieses oft anstrengende Stadium der Gesundung gemeinsam mit dem Baby durchlitten haben, kehrt nach meiner Erfahrung der Frieden von gelungenem und genossenem Kontakt ein, die oben beschriebene erste, ideale Stufe der Reaktionen des ANS, in welcher das soziale Nervensystem seinen vollen Raum einnehmen kann..<br>Oft kommen Eltern dabei an ihre Grenzen, weil &#8211; immer wieder \u2013 auch ihre Erinnerungen an die eigene fr\u00fche Geschichte wach werden \u2013 und erst einmal gew\u00fcrdigt \u2013 , vielleicht auch durchlebt werden m\u00fcssen. Vielleicht haben die Eltern selbst als Baby nicht weinen d\u00fcrfen, ohne dass sie dies bewusst erinnern k\u00f6nnen. Dann r\u00fchrt das Weinen der Kinder in uns oft einen sehr tiefen Schmerz an, der anerkannt werden m\u00f6chte. Nach meiner Erfahrung hat das Kind Zeit \u2013 es wartet, bis seine Eltern so weit sind, es begleiten zuk\u00f6nnen.\u00a0<br>Die Not der Babys ist oft eine Einladung und wunderbare Chance f\u00fcr uns, uns die Erfahrungen der eigenen Geschichte bewusst zu machen. Und wenn Eltern oder ein Elternteil dann soweit sind, ist es ein unglaublich sch\u00f6ner Prozess des Reifens durch das einf\u00fchlsame Verstehen der N\u00f6te des Kindes.<br>Ich finde es begl\u00fcckend, miterleben zu d\u00fcrfen, wie die k\u00f6rperlichen und psychischen Systeme eines Menschen immer wieder von allein danach streben, in den idealen Zustand zu kommen. Die Tendenz zur Selbstregulierung und Selbstheilung scheinen alle Lebewesen mitzubringen. Wir kennen dies alle von dem phantastischen Prozess der Wundheilung.<br>Dass diese Kr\u00e4fte sich zeigen k\u00f6nnen, ist manchmal ein langer, manchmal ein \u00fcberraschen kurzer Weg. Aber dazu ist es \u2013 weder f\u00fcr kleine noch f\u00fcr gro\u00dfe Menschen &#8211; jemals zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">[1]\u00a0Vgl.. Stephen W. Porges (2010): Die Polyvagal-Theorie: Neurophysiologische Grundlagen der Therapie \u2013 Emotion, Bindung, Kommunikation &amp; ihre Entstehung, Junfermann. Da die hier versammelten Aufs\u00e4tze von St. Porges\u00a0\u00a0z.T. sehr detailliert und m. E. schwer verst\u00e4ndlich sind, empfehle ich als \u00dcbersicht zun\u00e4chst das 3. und das 9..Kapitel zu lesen. Vgl. auch zusammenfassend derselbe unter\u00a0<a href=\"http:\/\/www.traumahealing.ch\/Publikationen\/Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.traumahealing.ch\/Publikationen\/Newsletter<\/a>\u00a03-2005 S. 3-4<a href=\"http:\/\/www.ruthpriese.de\/index.php?id=16#_ftnref2\"><br><\/a>[2]\u00a0Vgl. z.B. F.H. Netter, Atlas der Anatomie des Menschen, Norvatis Vlg. 1989ff\u00a0\u00a0S. 110, 111, 112<a href=\"http:\/\/www.ruthpriese.de\/index.php?id=16#_ftnref3\"><br><\/a>[3]\u00a0Aus dem Griechischen f\u00fcr \u201eleicht geb\u00e4rend\u201c<a href=\"http:\/\/www.ruthpriese.de\/index.php?id=16#_ftnref4\"><br><\/a>[4]\u00a0Es sind der V. (NervusTrigeminus),\u00a0\u00a0der VII. (Nervus Fascialis), der IX. (Nervusglossopharyngeus), der X. (der NervusVagus, welcher sensible und motorische Nervenfasern f\u00fchrt) und der XI. (N.Accessorius) Hirnnerv.<a href=\"http:\/\/www.ruthpriese.de\/index.php?id=16#_ftnref5\"><br><\/a>[5]\u00a0Siehe u.a. Babette Rothschild\u00a0\u00a0(2002) Der K\u00f6rper erinnert sich, Essen, Synthesis-Vlg. S. 54, vgl. auch J. Bauer (2002):Das Ged\u00e4chtnis des K\u00f6rpers, Eichhorn Vlg. Frankfurt a. Main<a href=\"http:\/\/www.ruthpriese.de\/index.php?id=16#_ftnref6\"><br><\/a>[6]\u00a0siehe das gesamte Werk von Wilhelm Reich<a href=\"http:\/\/www.ruthpriese.de\/index.php?id=16#_ftnref7\"><br><\/a>[7]\u00a0Denn dieser angeborene Reflex\u00a0\u00a0reguliert die Schreck-Reaktionen des gesunden Neugeborenen bis etwa zu diesem Alter. Dann verliert er sich beim gesunden Baby.\u00a0\u00a0\u201e<em>Wenn wir diesen Schritt gemeistert haben, k\u00f6nnen wir dar\u00fcber mehr oder weniger bewusst Kontrolle \u00fcbernehmen und sind nicht mehr auf die reflexhafte Regelung angewiesen. Bleibt der TLRr \u2013 der tonische Labyrinthreflex r\u00fcckw\u00e4rts &#8211; bestehen, ist das Kind nie ganz frei von innerer Anspannung, was eine Sympathikusantwort beg\u00fcnstigt und einer Balance unter dem neuen Vagus etwas entgegensteht<\/em>&#8212; \u201c (Angelika Schultz).<a href=\"http:\/\/www.ruthpriese.de\/index.php?id=16#_ftnref8\"><br><\/a>[8]\u00a0\u00a0Vgl. den Pionier der Traumaforschung Peter Levine und sein Buch \u201eDas Erwachen des Tigers\u201c. Trauma-Heilung. Unsere F\u00e4higkeit, traumatische Erfahrungen zu transformieren\u201c Synthesis Vlg. Essen. 1998.<a href=\"http:\/\/www.ruthpriese.de\/index.php?id=16#_ftnref9\"><br><\/a>[9]\u00a0Siehe www.schmetterlingsbabymassage.de<a href=\"http:\/\/www.ruthpriese.de\/index.php?id=16#_ftnref10\"><br><\/a>[10]\u00a0Der Zell-Biologe Bruce H.Lipton berichtet in seinem Buch: \u201eIntelligente Zellen \u2013 wie Erfahrungen unsere Gene steuern\u201c (3.Aufl.2007 KOHA-Vlg. Burgrain) in dem Kapitel \u201eBewusste Elternschaft: Eltern als Gentechniker\u201c auf S. 176 von einem Kind, dessen heftige Bewegungen im Bauch der Mutter mit einem\u00a0\u00a0Sonogramm aufgezeichnet wurden zu der Zeit, als seine Eltern sich heftig stritten: es<em>\u00a0\u201ebeugt und streckt seinen K\u00f6rper und als der Streit mit einem zerschmetterten Glas seinen H\u00f6hepunkt erreicht, springt er hoch wie auf einem Trampolin\u201c.<\/em><a href=\"http:\/\/www.ruthpriese.de\/index.php?id=16#_ftnref11\"><br><\/a>[11]\u00a0Vgl. z. B. Gerald H\u00fcther\/Inge Krens (2005): Das Geheimnis der ersten neun\u00a0\u00a0Monate. Unsere fr\u00fchesten pr\u00e4gungen. Walter Vlg. D\u00fcsseldorf und Z\u00fcrich<br><br><sub>(Ruth Priese nach eigenen Erfahrungen und nach den\u00a0 Texten von Claudia K\u00f6hler, Thomas Harms, Graham Kennedy, Bruce Lipton , Stephen W. Porges ,\u00a0 Babette Rothschild, und\u00a0 Korrekturen von Angelika K\u00e4dtler\/Schultz zuletzt aktualisiert\u00a0 im Juni 2011)<\/sub><br><br><br><sub><br><\/sub><a href=\"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/ausgewaehlte-eigene-texte-wenn-unser-soziales-nervensystem-chancen-hat\/\">zum Seitenanfang<\/a><br><br><a href=\"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/ausgewaehlte-eigene-texte-uebersicht\/\">zur \u00dcbersicht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn unser soziales Nervensystem Chancen hat Inhalt:1.) das gesunde autonome Nervensystem und seine Kr\u00f6nung im Sozialen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 S.1-32.) das beeintr\u00e4chtigte autonome Nervensystem \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0S.3-73.) m\u00f6gliche fr\u00fchkindliche Ursachen f\u00fcr Beeintr\u00e4chtigungen des autonomen\u00a0 \u00a0 \u00a0Nervensystems\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0S. 7-94.) neu erworbene Selbstregulation und soziales Wohlbefinden\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0 \u00a0S.9 1.)\u00a0Das gesunde autonome Nervensystem und seine Kr\u00f6nung im Sozialen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-253","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=253"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/253\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":614,"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/253\/revisions\/614"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}