{"id":257,"date":"2025-08-24T15:23:58","date_gmt":"2025-08-24T15:23:58","guid":{"rendered":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/?page_id=257"},"modified":"2025-08-28T13:52:29","modified_gmt":"2025-08-28T13:52:29","slug":"ausgewaehlte-eigene-texte-schreibaby-hilfe-was-tun","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/ausgewaehlte-eigene-texte-schreibaby-hilfe-was-tun\/","title":{"rendered":"AUSGEW\u00c4HLTE EIGENE TEXTE"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\" style=\"text-transform:uppercase\">Schreibaby! Hilfe! Was tun?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Ganz kurz gesagt: H\u00f6re Deinem Baby zu! Es erz\u00e4hlt Dir ohne Worte, aber sehr eindr\u00fccklich mit seiner Stimme, wie es ihm in seinem bisherigen Leben im Bauch von der Mama, bei der Geburt und danach ergangen ist. Und es hungert danach, dass Du es verstehst. Das Weinen von Babys hat immer einen Grund<br>Aber es ist nicht immer leicht, dem Baby zuzuh\u00f6ren u.a. weil das Weinen in uns Erwachsenen Erinnerungen an unsere eigene Babyzeit ausl\u00f6st, die uns vielleicht gar nicht bewusst sind.<br>Deshalb ist es wichtig, dass Du Dich auf Deine Kraftquellen besinnst: Was tut Dir gut, wenn Du Dein weinendes Baby auf dem Arm h\u00e4ltst? Denn dieses Halten und Zuh\u00f6ren ist ganz schwere seelische Arbeit! Tut Dir vielleicht der Blick aus dem Fenster auf B\u00e4ume oder in den Himmel gut? &#8211; die Erinnerung an sch\u00f6ne Momente mit Deinem Kind, vielleicht an das erste einander Ansehen gleich nach der Geburt? &#8211; an Dein schlafendes Baby? &#8211; an Dein Staunen dar\u00fcber, dass es rundum gesund ist? &#8211; Tut Dir ein gutes Getr\u00e4nk gut oder etwas, was Du besonders gern isst?\u00a0<br>Wenn wir die weinenden Babys tragen, vergessen wir oft uns selbst. Das aber hilft niemandem. Deshalb \u00fcben wir in der Sprechstunde f\u00fcr unruhige Babys immer auch, herauszufinden, was den Eltern gut tut und was ihnen Kraft gibt. Wir erfragen z.B., ob der das weinende Kind tragende Papa seinen Atem sp\u00fcrt, ob er vielleicht sein Ausatmen ein wenig verst\u00e4rken kann, manchmal mit einem Ton, ob die Mama ihre F\u00fc\u00dfe und ihren R\u00fccken sp\u00fcrt, ob ihr meine oder Papas Hand in ihrem R\u00fccken gut tut \u2013 am wirkungsvollsten meistens im Kreuzbein. So merken die Eltern, wie viele F\u00e4higkeiten unser K\u00f6rper und unsere Seele haben: Wir k\u00f6nnen es, dem Baby zuh\u00f6ren und es in seinem Kummer begleiten!<br>Dabei ist es so wichtig, dass wir mit unserer Aufmerksamkeit nicht immerzu nur bei dem Baby sind, dass wir vielmehr auch auf unser eigenes Wohlbefinden achten.<br>In unserer Gesellschaft meinen viele, dass jungen Eltern die Begleitung ihrer Babys allein schaffen m\u00fcssten. Aber das stimmt nicht.\u00a0<em>\u201eEs braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen und die emotionalen Bed\u00fcrfnisse der Eltern zu stillen\u201c<\/em>, schrieb Afrikanerin Sobonfu Som\u00e9 im Blick auf ihre eigene Kindheit in Burkina Faso.<br>Manchmal machen wir eine \u00dcbung dazu, um diese Wahrheit selbst zu sp\u00fcren. Die geht so: Ein Mensch stellt sich vor, eine Mama mit ihrem weinenden Baby auf dem Arm zu sein. Eine zweite Person stellt sich neben sie und legt ihr \u2013 wenn die Erste es mag \u2013 die Hand in ihr Kreuz. Dann stellt sich eine dritte Person neben die Unterst\u00fctzerin und eine Vierte neben die Dritte, um diese in ihrer Unterst\u00fctzung zu unterst\u00fctzen. Mit jeder weiteren Person geht es der Mutter mit dem Kind besser. Sie kann z.B. besser durchatmen, vor allem ausatmen und gelassener bei dem Kind sein.<br>In unserer Gesellschaft gibt es wenig nat\u00fcrliche Netze der Unterst\u00fctzung f\u00fcr junge Eltern, wie es sie in Zeiten der Gro\u00dffamilien gab und noch immer in einigen traditionellen Kulturen gibt. Deshalb m\u00fcssen sich die kleinen Familien diese Unterst\u00fctzung selbst suchen und bauen: Bitte Deine Schwiegermutter, dass sie Dir einen Topf Essen kocht und vor die T\u00fcr stellt, ohne etwas von Dir zu wollen. Bitte Deine Mutter, dass sie f\u00fcr Dich einkauft, vielleicht einmal die Fenster putzt o.\u00e4. Suche nach Freundinnen, denen es Freude macht, Dich zu entlasten, nach einer Nachbarin, die mit Dir spazieren geht und Dir zuh\u00f6rt &#8212;- oder, oder ! \u201e<em>Nur einfach sagen, was man braucht!\u201c\u00a0<\/em>Es ist wichtig, die Bitte als Ich-Satz zu sagen:<em>\u00a0Ich w\u00fcnsche mir&#8230;. und ich f\u00fcrchte mich vor&#8230;!<\/em><br>Nat\u00fcrlich gibt es auch Grenzen: Wenn Du es gerade nicht schaffst, Dein Kind zu begleiten, weil Du so ersch\u00f6pft oder \u00e4rgerlich oder verzweifelt bist. Dann lege Dein Kind hin und sch\u00fctze es vor Dir selbst. Dann muss es auch einmal allein weinen, weil wir ihm sonst vielleicht etwas antun w\u00fcrden. Und das will doch niemand. Nur, wenn wir uns dazu stark genug f\u00fchlen, sollten wir das Kind in seinem Schmerz begleiten, m\u00f6glichst im Augenkontakt miteinander ihm z.B. sagen:\u00a0<em>\u201eIch h\u00f6re Dir zu \u2013 ich sehe Deinen Schmerz &#8211; es tut mir so leid \u2013 ich werde gerade dabei erinnert an &#8212;. Aber: Es ist vorbei! Jetzt ist es anders als damals\u201c.<\/em><br><br><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/ausgewaehlte-eigene-texte-schreibaby-hilfe-was-tun\/\">zum Seitenanfang<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><a href=\"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/ausgewaehlte-eigene-texte-uebersicht\/\">zur \u00dcbersicht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schreibaby! Hilfe! Was tun? Ganz kurz gesagt: H\u00f6re Deinem Baby zu! 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