{"id":265,"date":"2025-08-24T15:28:03","date_gmt":"2025-08-24T15:28:03","guid":{"rendered":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/?page_id=265"},"modified":"2025-09-20T12:22:25","modified_gmt":"2025-09-20T12:22:25","slug":"ausgewaehlte-eigene-texte-evas-ueberwindung-des-heiligen-zorns-zur-biographie-von-eva-reich","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/ausgewaehlte-eigene-texte-evas-ueberwindung-des-heiligen-zorns-zur-biographie-von-eva-reich\/","title":{"rendered":"AUSGEW\u00c4HLTE EIGENE TEXTE"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\" style=\"text-transform:uppercase\"><br>Evas \u00dcberwindung des heiligen Zorns \u2013 zur Biographie von Eva Reich<\/h3>\n\n\n\n<p><br>Ruth Priese, den 9.3.1999<strong><br><br>(Dritte Fassung mit Einarbeitung von handschriftlichen Anmerkungen Eva Reichs vom 28.2.1999 an meinen Text: \u00bbzweiter Entwurf vom 10.2.1999\u00ab mit dem ausdr\u00fccklichen Vermerk von Eva Reich: \u00bb<em>Jetzt (90er Jahren), seit Beschr\u00e4nkung der Gesundheit, will ich nur Stille und Frieden im eigenen Leben, und wenig Kontakt mit der Allgemeinheit, da meine Energien nicht mehr f\u00fcr die Massen ausreichen. Ich brauche dringend, &#8218;unber\u00fchmt&#8216; zu leben.\u00ab<\/em>)<\/strong><em><br><br>\u00bbVerstehen ist die spezifisch menschliche Weise, lebendig zu sein, denn jede einzelne Person mu\u00df sich mit jener Welt vers\u00f6hnen, in die sie als Fremder hineingeboren wurde und wo sie im Ma\u00df ihrer klar bestimmbaren Einmaligkeit immer ein Fremder bleiben wird. Verstehen beginnt mil der Geburt und endet mit dem Tod\u00ab<br><\/em>Hannah Arendt (1)<\/p>\n\n\n\n<p>Als ich im Rahmen der Fortbildung \u00bbEmotionale erste Hilfe f\u00fcr Babies und ihre Eltern\u00ab bei Thomas Harms im Herbst 1997 zum ersten Mal Texte von Eva Reich las, empfand ich ihre Weise, wahrzunehmen, zu sprechen und zu denken,&nbsp;<strong>wie ein Wunder<\/strong>&nbsp;\u2013 angesichts dessen, was ich bis dahin \u00fcber ihr Leben nur durch M. Sharafs Buch \u00bbWILHELM REICH DER HEILIGE ZORN DES LEBENDIGEN DIE BIOGRAPHIE\u00ab (2) wusste. Kolleginnen aus der Fortbildungsgruppe hatten mehrfach das eigene unterschiedliche Befinden beim Lesen der Texte von Eva und Wilhelm Reich beschrieben. Auch ich f\u00fchlte mich wohler bei der Lekt\u00fcre ihrer Texte. In ihrer Sprache, sp\u00fcrten wir eine pers\u00f6nliche Beziehung zum \u2013 und staunenden Respekt vor dem Lebendigen.<strong><em><br>\u00bbIch bin durch meinen Vater geschult im Miterleben\u00ab<\/em><\/strong><em>,&nbsp;<\/em>sagteEva Reich am 13.12.98 zu mir am Telefon. Dieses Miterleben mit anderen Menschen hat aber offenbar eine unterschiedliche Qualit\u00e4t bei beiden.&nbsp;<em>\u00bbSie hat das Kapital, Tochter und Mitarbeiterin Wilhelm Reichs gewesen zu sein, vervielfachen k\u00f6nnen und verf\u00fcgt \u00fcber einen kosmopolitischen Erfahrungsschatz, der&nbsp;<\/em>\u2013&nbsp;<em>als Allgegenwart der emotionalen Zerst\u00f6rung der Kinder durch Geburts- und Erziehungspraktiken&nbsp;<\/em>\u2013&nbsp;<em>nicht leicht zu tragen sein mag. Dennoch&nbsp;<\/em>\u2013&nbsp;<em>Eva Reich strahlt einen intensiven Lebensoptimismus aus, dazu eine kindliche Neugier des Lernens- und Mitteilen\u00adWollens, ein tiefes Ja zum Leben also, das ihrem Wesen entstr\u00f6mt. Ein Verstehen des Menschen aus dieser Perspektive bedarf offenbar keiner Bewertungen und Verurteilungen &#8230;.\u00ab<\/em>&nbsp;formuliert V. Knapp-Diederichs aus eigenem Erleben. (3)&nbsp;<em>\u00bbWas ich pers\u00f6nlich von ihr&nbsp;<\/em>\u2013&nbsp;<em>vor allen Dingen&nbsp;<\/em>\u2013<em>&nbsp;lernte, ist Respekt vor und die Liebe zu allem Lebendigen sowie die Bedeutung der Wechselseitigkeit in allen Beziehungen\u00ab,&nbsp;<\/em>schreibt E. Zornansky. (4)<strong><br><br>Wie entstand die Pers\u00f6nlichkeit Eva Reich?<\/strong>&nbsp;Ihre Warmherzigkeit und Zugewandtheit zu jedem Menschen ihrer Umgebung wird immer wieder von denen beschrieben, die ihr pers\u00f6nlich begegneten. Ihre Haltung und Ausstrahlung, von so vielen ger\u00fchmt, scheinen ihr nicht immer schon eigen gewesen zu sein. Wie entstanden sie angesichts der Kette traumatischer Erfahrungen in ihrer Biographie?<\/p>\n\n\n\n<p>Um der Ann\u00e4herung an eine m\u00f6gliche Antwort auf diese Frage willen m\u00f6chte ich in Folgendem zun\u00e4chst versuchen, die \u00bbTrauma-Lebenslinie\u00ab (5) Eva Reichs so gut ich es vermag, zusammenzustellen aus<br><strong>1.&nbsp;<\/strong>dem, was sie selbst mir in zwei Telefongespr\u00e4chen am 13.12.1998 und am 30.1.1999 gro\u00dfz\u00fcgiger Weise mit der ausdr\u00fccklichen Erlaubnis erz\u00e4hlte, es weitergeben zu d\u00fcrfen, sowie den o.g. handschriftlichen Anmerkungen,<br><strong>2.<\/strong>&nbsp;dem, was sie selbst in ihren Texten \u00fcber sich und ihr Leben schrieb (6),&nbsp;<br><strong>3.<\/strong>&nbsp;einigem, was M. Sharaf in seiner Wilhelm-Reichbiographie \u00fcber Eva Reichs Leben berichtet, obwohl Eva Reich selbst seiner Motivation zu dieser Biographie skeptisch gegen\u00fcbersteht, und&nbsp;<br><strong>4.<\/strong>&nbsp;dem, was V. Knapp-Diederichs in \u00bbNach Reich\u00ab (ZweitausendundeinsVlg. 1997, S.172-175) \u00fcber sie schrieb:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.<\/strong>&nbsp;F\u00fcr meine Wahrnehmung hat Eva Reich von Beginn ihres Lebens an eine F\u00fclle von lebensbedrohenden Erfahrungen durchgestanden. Sie selbst formuliert:&nbsp;<strong>\u00bb<em>Ich brauchte Jahre, um herauszufinden, was meine eigenen Traumata waren, die mich manchmal an den Rand meines Lebenswillens brachten<\/em>\u00ab.<\/strong>&nbsp;Und sie vergleicht das&nbsp;<strong>\u00bb<em>Erwecken fr\u00fcher und fr\u00fchester K\u00f6rpererinnerungen<\/em>\u00ab<\/strong>mit dem \u00d6ffnen eines&nbsp;<strong>\u00bb<em>Massengrabes, das eventuell noch voller Skelette ist<\/em>\u00ab<\/strong><em>&nbsp;<\/em>(7).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.1.&nbsp;<\/strong>lch setze als einen m\u00f6glichen Anfang der Trauma-Lebenslinie Eva Reichs die Tatsache, dass ihre beiden Eltern, Annie Pink-Reich und Wilhelm Reich, entscheidende Menschen in ihrer eigenen Familie fr\u00fch verloren:<br>Annie geb. Pinks leibliche Mutter Therese Pink geb. Singer ist w\u00e4hrend der Influenza\u00ad-Epidemie 1918 in Wien gestorben, ihr \u00e4lterer Bruder mit 19 Jahren im 1. Weltkrieg.<br>Wilhelm Reichs Mutter Cacilie t\u00f6tete sich bekanntlich, als er selbst etwa 12 Jahre alt war, und sein Vater starb, als er 17 Jahre alt war. Eva Reichs Vater war tief verstrickt in den Tod seiner Eltern.<\/p>\n\n\n\n<p>Es scheint, dass beide Eltern Evas, Annie und Wilhelm, wenig Ermutigung und Begleitung f\u00fcr einen solchen Ausdruck ihrer Trauer \u00fcber den einschneidenden Verlust ihrer Eltern bzw. eines Elternteiles und des Bruders erhielten, wie er f\u00fcr eine Vers\u00f6hnung mit diesen Schicksalen \u00adjenseits von Verdr\u00e4ngung \u2013 ausgereicht h\u00e4tte. Eva Reich meint heute von ihrer Mutter:<strong>\u00bb<em>Sie hat mich gewollt, sie hat nach diesen Verlusten etwas Lebendiges gebraucht<\/em>\u00ab<\/strong><em>.&nbsp;<\/em>Das bedeutet m. E., auch Eva Reich erf\u00fcllte, wie so viele Kinder, schon vor ihrer Geburt Mutterfunktionen f\u00fcr die eigene Mutter. Wilhelm Reichs Trauer \u00fcber den Verlust seiner Eltern scheint nach seiner eigenen, bei Sharaf erw\u00e4hnten Darstellung der Ereignisse um den Tod seiner Mutter unter&nbsp;\u00bb<em>seinen Schuldgef\u00fchlen und der im Inneren bebenden Wut \u00fcber das tragische Ende seiner Beziehungen zu den Eltern<\/em>\u00ab<em>&nbsp;<\/em>(9) weitgehend versch\u00fcttet worden zu sein. Welche Auswirkungen es auf die Qualit\u00e4t seiner Beziehungen gehabt haben k\u00f6nnte, dass er in all dem m\u00f6glicherweise nie zu ausreichender Trauer, Abschied und Schuld\u00fcbernahme kommen konnte, beschreibt Eva Reich so:&nbsp;<strong>\u00bb<em>Er wollte &#8230; er konnte die Konflikte nicht in guter Weise aufarbeiten&#8230;<\/em>\u00ab<em>.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.2.<\/strong>&nbsp;Zur Frage, ob sie ein gewolltes Kind ist, erz\u00e4hlte mir Eva Reich von einem Erlebnis, welches sie in Wien als Vortragsreisende hatte. Eine Bekannte, gab ihr am Abend eines anstrengenden Arbeitstages eine \u00bbMetamorphose-Fu\u00dfbehandlung\u00ab. Sie habe w\u00e4hrend dieser Behandlung&nbsp;<strong>\u00bb<em>sinnlich das Bild erlebt, dass ich in eine rosa, duftende, weiche Decke hineinsinke und mich sehr wohlig und sehr willkommen f\u00fchle. So wird&#8217;s gewesen sein in den ersten sechs Wochen meines Lebens. &#8230;Ich war geliebt, bevor meine Mutter wusste dass sie schwanger war. Danach war ich separiert. Dann ging meine Mutter in ihren Kopf und war nicht in ihrem Unterleib<\/em>\u00ab<em>.<\/em><\/strong><br><strong>Nach diesem Erlebnis habe sie ein, Gef\u00fchl der Verbindung zu ihrer Mutter bekommen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Vater habe geschrien, Annie solle das Kind abtreiben. Aber ihre Mutter habe sich geweigert, denn sie habe im tiefsten Innern ein Kind, gewollt,&nbsp;<strong>\u00bb<em>obwohl sie nicht wirklich mit ihrem K\u00f6rper war, nicht m\u00fctterlich war und mich auf Distanz halten mu\u00dfte. Sie ging in ihren Kopf und war nicht in ihrem Unterleib&#8220;.<\/em><\/strong><br>Annie Reich, geb. Pink habe w\u00e4hrend der Schwangerschaft mit Eva weiterstudiert.&nbsp;<strong>\u00bbEs&nbsp;<em>war damals \u00fcberhaupt nicht \u00fcblich, da\u00df eine Schwangere weiterstudierte<\/em>\u00ab<em>.<\/em><\/strong>Annie habe als Medizinstudentin auch weiter seziert. Als Eva Reich Jahrzehnte sp\u00e4ter einmal zu einem Vortrag in die Anatomie der Wiener Universit\u00e4tsklinik kam, die sie vorher nie selbst betreten habe, sei ihr alles sehr bekannt vorgekommen.<br><strong><br>1.3. \u00bb<em>Meine Geburt war arg. Ich wu\u00dfte nicht, da\u00df es so arg war. Es gibt Bilder von mir als Neugeborenes, wo ich schlapp in den Armen h\u00e4nge&#8230; Ich bin sicher, da\u00df ich fast gestorben bin<\/em>\u00ab<\/strong><em>.&nbsp;<\/em>Eva Reich bringt ihre h\u00e4ufige Atemnot, ihren sehr niedrigen Herzschlag (zeitweilig 40-44 Schl\u00e4ge\/Min.)<sub>,&nbsp;<\/sub>ihren niedrigen Blutdruck, ihre Symptome von Vagotonie und ihre (zeitweilige) Todesangst heute mit ihrer Geburt in Verbindung. Es sei zu dieser Zeit in Wien allgemein \u00fcblich gewesen, die Mutter vor der Geburt zu narkotisieren (so, wie Eva Reich selber dann zwischen 1948 und 1950 als Assistenz\u00e4rztin junge Frauen vor der Geburt mit Barbituraten habe behandeln m\u00fcssen und schwer beschimpft worden sei, als sie sich weigerte).<br>Annie Reich geb. Pink gebar Eva Reich am 27.4.1924 im Rudolphiner-Haus in Wien. Eva Reich hat versucht, an ihre Geburtsdokumente heranzukommen. Aber die seien nicht mehr auffindbar gewesen.<br>W\u00e4hrend zweier von Eva Reichs eigenen Therapien, der bei dem Wilhelm-Reich-Sch\u00fcler Dr. E. Baker in New York (vtl. 1949 oder 1951) und w\u00e4hrend, der bei der Prim\u00e4rtherapeutin, Constanze Corey 1977 habe sie beim Sich-Hinlegen und Ausatmen beide Male pl\u00f6tzlich nicht mehr atmen k\u00f6nnen und solche Todesangst gesp\u00fcrt, wie sie sie aus ihrer Kindheit kannte, Dr. Baker habe es nicht gemerkt und sie selbst habe das Ph\u00e4nomen zu der Zeit noch nicht verstanden. Zu dem viel heftigeren Erleben 1977, bei dem Constanze Corey ihr beigestanden hat, sagt sie:&nbsp;<strong>\u00bb<em>dieses Mal hatte ich Sinn. Constanze lie\u00df&nbsp; mich. Es dauerte drei Stunden. Ich konnte nicht atmen, habe drei Stunden lang Schleim gespuckt und dachte, ich sterbe. Ich war so schlapp, kaputt und zerm\u00fcrbt, da\u00df ich mich nicht bewegen konnte. Deshalb mu\u00dfte ich bei Constanze \u00fcbernachten, ehe ich wieder chauffieren konnte<\/em>\u00ab<em>.<\/em><\/strong>Eva Reich deutet diese ihre Erfahrung als&nbsp;<strong>\u00bb<em>Prototyp von Geburtsreaktion. Es ging mir auf&nbsp;<\/em>&#8211;&nbsp;<em>durch Constanze<\/em>\u00ab<em>.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.4.<\/strong>&nbsp;Durch die zu lange Narkose ihrer Mutter unter der Geburt sei Eva Reich von ihren Gef\u00fchlen zu ihrer Mutter Annie entfremdet gewesen. Sie sei zwar alle 4 Stunden gestillt und vor &#8211; sowie nach den Mahlzeiten gewogen worden wie damals in Wien nur wenige Babies, dennoch sei sie das&nbsp;<strong>\u00bbnicht anger\u00fchrte Baby gewesen, das separiert wurde\u00ab<\/strong>. Es sei mit ihr und ihrer Mutter damals alles getan worden, was nicht richtig war. Damals seien in Europa und Nordamerika alle Babies von ihren M\u00fcttern getrennt worden. Sterilit\u00e4t sei oberstes Ziel des Handelns in den Geburtskliniken und bei der S\u00e4uglingsbetreuung gewesen. Die Babies seien sofort abgenabelt worden. Es sei mit gr\u00f6\u00dfter Selbstverst\u00e4ndlichkeit eine Kette von Fakten praktiziert worden, die neurotische Entwicklungen beg\u00fcnstigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.5.<\/strong>&nbsp;Das junge Ehepaar Annie und Wilhelm Reich lebte mit der neugeborenen Eva zun\u00e4chst bei den Gro\u00dfeltern Alfred und seiner zweiten Frau Malva Pink in einem Zimmer in Wien. Annie Reich habe bald weiter studiert und danach sofort zu arbeiten begonnen.&nbsp;<strong>\u00bb<em>Meine Eltern haben immer gearbeitet und ich war immer mit irgendjemandem, nur nicht viel mit meiner Mutter zusammen<\/em>\u00ab<\/strong>(10<em>)<br><\/em><strong>\u00bb<em>Der Opa Pink war eine wichtige Person in meiner Kindheit. Er hat mir alles gegeben, was ein Vater tun sollte, mir Geschichten erz\u00e4hlt, mich durch Mikroskop schauen lassen&#8230; Malva war sehr lieb zu mir. Sie war die Einzige, die mich gef\u00fcttert und betreut hat.&nbsp; Ich war das erste neue Leben, das in dieses Familiensystem hineinkam, nachdem sein Sohn Fritz gefallen war. (Malva hatte kein eigenes Kind). Die Gro\u00dfeltern Pink waren gro\u00dfartig.<\/em>\u00ab<\/strong><br>Mit 10 Monaten ist Eva w\u00e4hrend eines Kongresses, zu dem ihre Eltern fuhren, in ein \u00f6ffentliches Waisenhaus gegeben worden. Sie hat dort eine so schwere Diarrhoe bekommen, da\u00df die Gro\u00dfeltern gerufen werden mu\u00dften. Weil&nbsp;<strong>\u00bb<em>Eva in&nbsp;<\/em>\u00bb<em>Lebensgefahr<\/em>\u00ab<em>war, sollten sie sie abholen<\/em>\u00ab<\/strong>.<br>Danach war&nbsp;<em>Mitzi,&nbsp;<\/em>Maria Milberger, f\u00fcr Eva und sp\u00e4ter f\u00fcr beide Kinder mitverantwortlich bis zum Umzug der Familie nach Berlin 1931.&nbsp;<strong>\u00bb<em>Was mich ber\u00fchrt und woran ich mich erinnere, ist meine Beziehung mit meiner liebenden Mitzi. In Wien durfte man z. B. zu der Zeit keinen Kinderwagen in die Tram nehmen. So fuhr Mitzi uns zu Fu\u00df quer durch die Stadt, um ihre eigene Mutter mit uns zu besuchen. Und sie ging dann in Kirchen, um auszuruhen. Mitzi war religi\u00f6s und hatte einen wichtigen Einfluss auf mich. Sie hat z. B auch gesagt: &#8218;Kinder sind wichtige Menschen&#8216;.&nbsp;Eine solche Meinung existierte in der Zeit sonst nicht. &#8218;Du kannst immer mit Gott reden, wenn du eine Not hast&#8216;, hat Mitzi uns gesagt.<br>Als die Streitereien zwischen meinen Eltern anfingen&nbsp;<\/em>\u2013<em>&nbsp;am Ende der Berliner Zeit, habe ich\u00ad oft im Bett gelegen und es geh\u00f6rt und gebetet:&nbsp;<\/em>&#8218;<em>Gott, bitte hilf mir, ich kann es nicht aushalten&#8216;. lch war froh, da\u00df sie auseinandergegangen sind. Mit&nbsp;<\/em>7&nbsp;<em>Jahren bin ich von meiner Mitzi getrennt worden wegen des kommunistischen Lagers.&nbsp;<\/em>1973&nbsp;<em>habe ich Mitzi zusammen mit meiner Tochter zum ersten Mal wiedergefunden in Wien.<br>Ich war atheistisch erzogen worden. Das Reden mit Gott war in meinem Elternhaus nicht erlaubt. Mit 10-13 Jahren mu\u00dften wir in der Schule angeben, zu welcher Konfession wir geh\u00f6ren. Man konnte nicht konfessionslos sein. Ich habe aber&nbsp;<\/em>\u00bb<em>konfessionslos<\/em>\u00ab<em>&nbsp;gesagt. Es ist ein&nbsp;<\/em>\u00bb<em>Verbrechen meines Vaters an meiner Seele<\/em>\u00ab<em>. 1964 habe ich Jesus in mein Herz aufgenommen. Ich bete z. B. jedes Mal, wenn ich Autofahre. lch habe eine Beziehung zu Gott aber jetzt kein Dogma oder offizielle Religion. Das verdanke ich meiner Mitzi.<\/em>\u00ab<\/strong>\u00ad (11)<br>Da beide Eltem dann in ihrer eigenen Wohnung psychotherapeutisch arbeiteten, wie es zu jener Zeit \u00fcblich war,&nbsp;<strong>\u00bb<em>mu\u00dfte ich meine ganze Kindheit \u00fcber verschwinden, wenn die Patienten wechselten. Die sollten nicht wissen, da\u00df da eine ganze Familie lebt<\/em>\u00ab<em>.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. 6.<\/strong>&nbsp;Wie sehr Eva unter dem zunehmenden Streit zwischen ihren Eltern litt, ist nicht zu messen. Er hat ihre ganze Kindheit gepr\u00e4gt. Es war eine Kette von Konflikten zwischen ihrem Vater und seinen Gesinnungsgenossen und Freunden einerseits und ihrer Mutter, Alfred Pink und den Menschen um Annie herum, die von der herrschenden Erziehungstheorie Anna Freuds gepr\u00e4gt waren, andererseits. Nach Sharaf hat Annie seit Wilhelm Reichs Sanatoriumsaufenthalt in Davos 1927 dessen Verhalten als Ausdruck eines beginnenden psychotischen Prozesses eingestuft (12).&nbsp;<br>Vor der Wahrnehmung der eigenen Wertung kann man, als Elternteil das eigene Kind offenbar nicht sch\u00fctzen. Sharaf berichtet: \u00bb<em>Annie scheint die Gewohnheit gehabt zu haben, die eigenen Gef\u00fchle herunterzuschlucken, gleichzeitig aber ihre Situation gegen\u00fcber anderen so darzustellen, da\u00df sie den \u00c4rger der anderen auf<\/em>&nbsp;(Wilhelm)&nbsp;<em>Reich sch\u00fcrte<\/em>\u00ab.(13) Die Abwertung eines Elternteils durch den je anderen erleidet ein Kind nach Erfahrungen z.B. in Familienaufstellungen als Abwertung seiner einen H\u00e4lfte in seinem K\u00f6rper.<br>Eva wurde schon 1934, nach der Trennung der Eltern, der \u00dcbertragung des Sorgerechtes auf die Mutter und der R\u00fcckkehr der beiden Reich-M\u00e4dchen nach Wien 1933, damit der Trennung der Kinder vom Vater in eine mehrj\u00e4hrige Kinder-Psychoanalyse zu Berta Bornstein geschickt. Eva Reich spricht von dieser selbst kinderlosen und von Anna Freud gepr\u00e4gten Frau heute nur voller Zorn als&nbsp;<strong>\u00bbder&nbsp;<em>Gehirnw\u00e4scherin<\/em>\u00ab<\/strong>und erinnert sich an deren&nbsp;<strong>\u00bb<em>ununterbrochenen Druck<\/em>\u00ab<\/strong><em>,&nbsp;<\/em>an einen Menschen,&nbsp;<strong>\u00bb<em>der die Kinder bearbeitet hat<\/em>\u00ab<\/strong><em>.&nbsp;<\/em>Sie sei von Berta Bornstein gegen ihren Vater aufgehetzt worden:&nbsp;<strong>\u00bb<em>Sie hat nur gedacht, da\u00df ich vom Vater verf\u00fchrt werde &#8230;. Ich war traurig. Ich konnte nicht mit meinem Vater sein. Ich wollte weinen und habe es unterdr\u00fcckt, habe es nicht gezeigt. Das Wichtige war, ich wollte zu meinem Vater, hatte Lust, ihn anzurufen, ganz klar.<\/em>\u00ab<br><\/strong>Ihre Schwester Lore habe in den letzten Jahren recherchiert und viel Material gesammelt \u00fcber andere Opfer der Berta Bornstein. Eva Reich nennt jene Kinderanalyse heute eine&nbsp;<strong>\u00bb<em>medizinische Folter<\/em>\u00ab<\/strong><em>.&nbsp;<\/em>Ihre Briefe an Wilhelm Reich aus dieser Zeit und seine an sie seien von ihrer Mutter und Berta Bornstein kontrolliert worden.&nbsp;<strong>\u00bb<em>Die ganzen Erwachsenen um mich herum, die ganze Antireichfraktion der Psychoanalytiker war verschworen gegen mich<\/em>\u00ab.<br><br>1.7.<\/strong>&nbsp;Eva besuchte vor dem Umzug nach Berlin den Montessorikindergarten in Wien:&nbsp;<strong>\u00bb<em>das Beste, was mir in meinem Leben widerfahren ist. Es war der wichtigste Einflu\u00df meiner Kindheit. Die gute Emma Plank, die wir &#8218;Nuschi nannten, habe ich als 5-j\u00e4hriges Kind in der Troststrasse Montessori Schule erlebt. Ich liebte diese wundervolle Schule, mu\u00dfte als 5\u00ad-j\u00e4hrige mit drei Trams eine Stunde lang hinfahren ALLElNE. Mit&nbsp;<\/em>5 1\/2&nbsp;<em>Jahren war es aus<\/em>\u00ab<\/strong>.<br>Eva kam in diesem Alter wegen Diphterie-im Rahmen einer Epidemie f\u00fcr ein halbes Jahr in ein Krankenhaus, in welches die Eltern nicht hinein durften, sie also nicht ber\u00fchren konnten, sondem unten vor dem Kinderspital stehen bleiben mu\u00dften. Diese ihre zweite gro\u00dfe Trennung wertet Eva Reich heute als ihr (nach ihrer Geburt)&nbsp;<strong>\u00bb<em>zweites Trauma<\/em>\u00ab<\/strong><em>.<\/em><br>Sie habe sich von diesem Krankenhausaufenthalt nicht erholt. Sie habe vor allem wegen der Trennung von ihrem Vater sehr gro\u00dfen Schmerz empfunden. Zur Unterdr\u00fcckung ihrer Tr\u00e4nen hinzu kam, da\u00df beim Schwimmenlernen ihr niemand gezeigt habe, wie man das Wasser wieder aus der Nase herauspusten m\u00fcsse. So habe sie immerzu Sinusitis bekommen. Mit 10 Jahren mu\u00dfte sie dann deswegen an der Nase operiert werden. Das ist eine<strong>&nbsp;\u00bb<em>wahnsinnige OP gewesen. Die Trag\u00f6die des Gef\u00fchls wurde somatisch behandelt: sitzend, auf einem Stuhl, ohne Narkose, nur mit Kokain in der Nase. Ich hatte das Gef\u00fchl, da\u00df mir mein Sch\u00e4del zerbricht, da\u00df ich gefoltert werde und sterbe. Es war wie eine Folter. Das soll man keinem Hund antun. (<\/em>\u00bb<em>Turbinatbeinresektion!<\/em>\u00ab)\u00ab&#8211;<\/strong><br><strong>\u00bbI<em>ch wurde bearbeitet von beiden Seiten. Es ist unglaublich, \u00fcber ein Kind zu fechten<\/em>\u00ab.<\/strong>&nbsp;Im Blick auf ihr Bem\u00fchen, dem Vater entgegen aller Beeinflussung treu zu sein, sagt sie \u00fcber ihr Befinden nach dieser schrecklichen OP:&nbsp;<strong>\u00bb<em>Da habe ich beigegeben. Ich konnte nicht mehr k\u00e4mpfen. Ich war an dem Punkt angelangt, wo ich sagte: o.k.. Da bin ich wirklich umgekippt ich wei\u00df noch,&nbsp; wie ich im Bett gelegen habe und gesagt: ja, du hast recht. Wie hypnotisiert wollte ich meinen Vater nicht mehr sehen. Es waren Erwachsene, die \u00fcber mich gek\u00e4mpft haben. Dann habe ich ihm noch immer ab und zu geschrieben. Und er hat mir einige Dinge geschickt. Sie haben meine Post zensuriert<\/em>\u00ab.<\/strong>&nbsp;Eva hatte bis 1938, dem Jahr der Emigration ihrer Mutter Annie mit ihren T\u00f6chtern Eva und Lore in die USA, drei Jahre lang keinen Kontakt zu ihrem Vater. Nach und nach hat sie sich von dem Urteil ihrer Mutter \u00fcber ihn gel\u00f6st. Sie war<strong>&nbsp;\u00bb<em>nach der Emigration in den USA nicht gl\u00fccklich. Ich f\u00fchlte jetzt, da\u00df eine Verschw\u00f6rung gegen mich stattgefunden hat. Ich wurde dick und schaute aus wie Berta Bornstein. Als ich&nbsp;<\/em>17&nbsp;<em>Jahre alt &#8211; und das erste Mal verliebt war, habe ich gesagt: ich brauche die Psychoanalyse nicht mehr<\/em>\u00ab<\/strong><em>.&nbsp;<\/em>Eva bezog jedoch z. B. das Zimmer nicht, welches ihr Vater f\u00fcr sie in seiner Wohnung zur Verf\u00fcgung hielt, nachdem er auch in die USA \u00fcbergesiedelt war.<strong>1.8. \u00bb<em>Wir waren total verwahrlost<\/em>\u00ab<\/strong><em>.&nbsp;<\/em>In Berlin sollten die Kinder auf Wunsch ihres Vaters in die sozialistische&nbsp;<strong><em>(<\/em>\u00bb<\/strong><em>kommunistische!?<\/em>\u00ab<strong>)&nbsp;<\/strong>Jugendgruppe\u00bb<em>Die Freie Jugend<\/em>\u00abgehen.&nbsp;<strong>\u00bb<em>Ich habe mich geweigert. Wir haben uns angeschrien im Treppenhaus. Wir haben ziemlich gestritten miteinander. Er nannte mich sp\u00e4ter ein Pferd das auf&nbsp;<\/em>2&nbsp;<em>Fu\u00dfen auf steht &#8230;. Ich wollte nicht mit Ihm streiten.<\/em>\u00ab&nbsp;<\/strong>Nach Sharaf gab Annie schlie\u00dflich Wilhelms Druck nach. So gingen Eva und ihre 1928 geborene Schwester Lore also den Sommer 1931 ins<strong>&nbsp;\u00bb<em>Kinderheim der Kommunisten<\/em>\u00ab<\/strong>&nbsp;in Berlin- Frohnau<strong>.&nbsp;\u00bb<em>Wir haben uns dort sehr ungl\u00fccklich gef\u00fchlt, es gab sehr schlechtes Essen. Lore bekam Rachitis. Lore hatte Schwierigkeiten mit meinem Vater. Sie war mit unserer Mutter identifiziert. Er wollte kein zweites Kind. Er hat immer gesagt: &#8218;Lore ist dein Kind. lch hab&#8216;&nbsp;<\/em>ja&nbsp;<em>Eva.&nbsp;<\/em>&#8218;&nbsp;<em>Ich habe seinen Part gew\u00e4hlt. Mein Vater war so gerecht, wie es f\u00fcr uns, seine Kinder sehr schmerzlich war.z. B. kam er zu einer Zeit, da Autobesitz rar war, eines Tages mit dem Auto zu dem Heim und versammelte die Kinder des Lagers um sich, machte ein Losspiel. Und am Ende kriegten&nbsp;<\/em>3&nbsp;<em>oder&nbsp;<\/em>4&nbsp;<em>Kinder eine Reise. Ich war nicht dabei. So gerecht war er. Ich war nat\u00fcrlich verletzt und habe gedacht, er liebt mich nicht genug, da\u00df er mich nicht mitnimmt. Da war ich sehr deprimiert. &#8230; Ja, er nahm uns mit auf Reisen, hatte aber keine Zeit, wenn ich ihn sehen wollte, wenn ich Not hatte auf einen Elternteil. Ich war nie verbittert gegen ihn. Es war eine st\u00fcrmische aber liebende Beziehung. Es war nicht leicht, lange mit Ihm zusammen zu sein. Nach einer Weile ging etwas kaputt. Das scheint ein Muster gewesen zu sein. Er war diktatorisch und autokratisch. Er wu\u00dfte nicht, da\u00df er so war. Er konnte sehr liebend und g\u00fctig und wundervoll sein. Er konnte mit mir sprechen. Ich war jemand, den er verstand&#8230; Er hat einige Ideen gehabt, was ich tun sollte, die waren total falsch. Z. B. habe ich die zwei Jahre als lnternship-\u00c4rztin in schlechtem Gesundheitszustand gegen seinen Willen durchgehalten. &#8230; Er wollte eigentlich \u00fcber das Leben der anderen herrschen. Aber das wu\u00dfte er nicht.&nbsp; Er hatte wenig Einsicht \u00fcber seine autorit\u00e4re Lebensweise. Er hat sich dann an nichts erinnert, hat nicht gewu\u00dft, wie er sich anh\u00f6rt. Es gab ja damals noch keine Kasetten. So sind alle M\u00e4nner seiner Generation gewesen in den \u00f6stlichen L\u00e4ndern. Das hat Ilse am L\u00e4ngsten ausgehalten. Er beschrieb die M\u00e4nner in seiner Familie als aufbrausende, die Frauen und Familie beherrschende Menschen&#8230;Er ist auch manchmal gewaltt\u00e4tig gewesen&nbsp;<\/em>&#8230;&nbsp;<em>auch gegen mich. Ich glaubte nicht, was f\u00fcr ein Alkoholiker mein Vater unter all dem Druck (w\u00e4hrend der USA-Verfolgung&nbsp;<\/em>1956-57!)&nbsp;<em>geworden ist<\/em>.\u00ab<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eva und Lore Reich wurden nach dem Reichstagsbrand 1933 allein von Berlin zu den Gro\u00dfeltem nach Wien geschickt. Ihre Mutter war in Prag und ihr Vater blieb in Berlin. Ihre alten Gro\u00dfeltern f\u00fchlten sich mit der Betreuung der beiden Kinder in ihrer kleinen Wohnung \u00fcberfordert. So wurden die M\u00e4dchen 1933-1936 in die kleine Pension&nbsp;<em>Grete Fried<\/em>&nbsp;geschickt, wo in der Regel Waisenkinder untergebracht wurden. Dort h\u00e4tten sie u.a. unter dem Waisenstatus sehr gelitten.&nbsp;<strong><em>\u00bbMeine Lore war ungl\u00fccklich dort. Sie hat diese Zeit als Trauma empfunden\u00ab<\/em><\/strong><em>.&nbsp;<\/em>Eva Reich erinnert sich, da\u00df ihr Vater sie in dieser Zeit von Norwegen aus telefonisch angerufen hat, oder daran, da\u00df er ihr ein Grammophon schenkte.<strong>\u00bb<em>Das Familiensystem war total kaputt. Ich war jeden Sommer weg&#8230;Ich war eine kleine Mutter zu meiner kleinen Schwester.<\/em>\u00ab<\/strong><br>Im \u00bbfr\u00f6hlichen\u00ab Sommer in D\u00e4nemark 1934 erlebten Eva und Lore das Gl\u00fcck ihres Vaters zusammen mit Elsa Lindenberg.&nbsp;<strong>\u00bb<em>Elsa war seine gro\u00dfe Liebe. Ich liebte sie auch<\/em>.\u00ab<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.9.<\/strong>&nbsp;\u00bb<em>Reich blieb erpicht darauf, sie ganz als Tochter und als Studentin zu gewinnen<\/em>\u00ab<em>,&nbsp;<\/em>schreibt Sharaf (14). Er habe sich z. B. beschwert, da\u00df sie nicht mehr Zeit mit ihm verbrachte. 1948 machte Eva Reich ihren Doktor der Medizin und arbeitete dann in New York \u2013 zwei Jahre lang als Internship-\u00c4rztin, ohne daf\u00fcr Geld zu bekommen.&nbsp;<strong>\u00bb<em>Ich wurde da sehr ausgen\u00fctzt<\/em>\u00ab<\/strong><em>.&nbsp;<\/em>1950 zog sie als Forschungsassistentin neben 6 \u2013 8 anderen Leuten zu W. Reich nach Orgonon. Dort bezahlte sie bald, im Januar 1951 das Oranur-Experiment ihres Vaters vermutlich schwerer als alle \u00fcbrigen Beteiligten, n\u00e4mlich mit 2-st\u00fcndiger Bewusstlosigkeit, Gleichgewichts- und Atemnot, Herzschw\u00e4che und entsprechenden Nachwirkungen \u00fcber etwa 2 Monate hinweg (15).<br>Am 24.3.<em>1951,&nbsp;<\/em>\u00bb<em>(Reichs&nbsp;<\/em>54.&nbsp;<em>Geburtstag), schenkte er Eva ein teures Mikroskop. Eva verhielt sich ambivalent &#8230;&#8230; da\u00df sie nicht sicher sei, wo sie leben w\u00fcrde &#8230;. er will, da\u00df ich wie er werde &#8230; Reich wurde enorm w\u00fctend und unterstellte ihr in ihrem Z\u00f6gern Feindseligkeit&nbsp;<\/em>&#8230;.<em>die alte Furcht vor zu gro\u00dfer N\u00e4he zu ihrem Vater &#8230;. Reich befahl ihr, Orgonon zu verlassen, was sie f\u00fcr etwa ein Jahr tat. Sie nahm eine Assistentenstelle f\u00fcr Kinderheilkunde in New York City an<\/em>\u00ab (16)&nbsp;<br>\u00bb<em>Die wachsenden Spannungen zwischen Reich und Ilse dr\u00fcckten sich in seiner Entscheidung aus, Eva nach Orgonon kommen zu lassen, damit sie sich um ihn w\u00e4hrend der letzten Wochen seiner Krankheit k\u00fcmmerte&#8230;.<\/em>\u00ab (17)<em>.&nbsp;<\/em>Im Zusammenhang mit dem Regen-Experiment des Vaters schreibt Sharaf \u00fcber Evas Lebensgef\u00e4hrten, sie, ihren Halbbruder Peter und Wilhelm Reich, im Oktober 1954:&nbsp;\u00bb<em>Er fuhr zusammen mit Eva nach Westen, w\u00e4hrend Peter und Bill Moise in einem Cloudbuster Truck reisten<\/em>\u00ab (18).<br>Eva schrieb auch den&nbsp;<em>\u00bbvon Reich publizierten medizinischen Bericht \u00fcber die Nutzung des Akkumulators nach der Verf\u00fcgung\u00ab, eine&nbsp;<\/em>Zusammenstellung des medizinischen Materials \u00fcber eine Krebspatientin (19).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1.10.<\/strong>&nbsp;Beim Tod ihres Vaters 1957 war Eva Reich 33 Jahre alt. Ihre Schwester Lore hatte den Kontakt zum Vater fr\u00fch abgebrochen. Wilhelm Reich hatte Anfang 1957 seine Tochter Eva zu seiner Nachlassverwalterin bestimmt.&nbsp;<strong>\u00bb<em>Du bist die einzige Ehrliche<\/em>\u00ab<\/strong><em>,&nbsp;<\/em>habe er als Begr\u00fcndung zu ihr gesagt. Sie selbst vermutet, da\u00df er diese seine Entscheidung w\u00e4hrend seiner Haft bereute und f\u00fcr diese Aufgabe an Aurora Karrer, seine letzte Partnerin, dachte. Er habe aber eine solche Testaments\u00e4nderung nie schriftlich gemacht.&nbsp;<strong>\u00bb<em>Am Ende hat mein Vater gedacht, ich w\u00e4re eine Verr\u00e4terin. Er wollte mich \u00fcberhaupt nicht mehr sehen. Ich h\u00e4tte ihn mit einer &#8218;Habeascorpus&#8216; petition vielleicht herausgekriegt aus dem Gef\u00e4ngnis &#8230; Aber er hat es nicht unterschrieben&#8230;Ich kann nicht erkl\u00e4ren, wieviel Aufregung da war.<\/em>\u00ab<\/strong>&nbsp;Eva Reich bestimmte die interessierte und beg\u00fcterte Mary Higgins zu ihrer Vertreterin in der Verwaltung des Nachlasses ihres Vaters. \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Eva Reich betrieb von 1952 \u2013 1962 eine allgemeinmedizinische Dorfpraxis in Hancock\/Maine. Ihre Bewerbung, ab 1974 als Geburtshelferin in Bangor\/Maine zu arbeiten, wurde von der dortigen Klinik abgelehnt, unter anderem wegen ihrer orgonomischen Ans\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.&nbsp;<\/strong>\u00bb<em>Was nach meinem Verst\u00e4ndnis Eva Reichs Arbeit und Wirken so einmalig macht, ist ihre sanfte feine Art der Ber\u00fchrung entsprechend dem&nbsp;<\/em>\u00bb<em>Minimum-Stimulus<\/em>\u00ab<em>-Prinzip und diese ist am besten nachvollziehbar durch ihre&nbsp;<\/em>\u00bb<em>Schmetterlings-<\/em>\u00ab<em>&nbsp;oder&nbsp;<\/em>\u00bb<em>Babymassage<\/em>\u00ab<em>, die sie bei der Therapie von prim\u00e4ren St\u00f6rungen&nbsp;<\/em>&#8211;&nbsp;<em>und nicht nur dort&nbsp;<\/em>&#8211;&nbsp;<em>anwendet und dar\u00fcber hinaus die Tatsache, da\u00df sie konsequent weltweit pr\u00e4ventive Arbeit leistet, vor allem mit Schwangeren, Babies, Neugeborenen und deren Eltern, Hebammen usw.<\/em>\u00abschreibt E. Zornansky 20. Und V. Knapp-Diederichs berichtet nach Begegnungen mit Eva Reich 1986: \u00bb<em>Im Kreis von Therapeuten lie\u00df sie niemals die Aufforderung aus, jeder Psychotherapeut m\u00f6ge bitte sehr zehn Prozent seiner T\u00e4tigkeit der Prophylaxe von Neurosen widmen<\/em>\u00ab (21).<br><strong>\u00bb<em>Mein Beitrag war, es so zu vereinfachen, die Prinzipien so auszudr\u00fccken, dassjeder es anwenden kann,&nbsp;<\/em>&#8211;&nbsp;<em>gegen den Professionalismus. Ich glaube, ich<\/em>&nbsp;<em>habe es geschafft, es einfach auszudr\u00fccken. Das unterscheidet mich von allen Theoretikern. .. Man m\u00fc\u00dfte ein Kinderlehrbuch schreiben, w\u00e4hrend die Traumata da sind, da\u00df sie gleich aufgel\u00f6st werden&nbsp;<\/em>\u2013 ,&nbsp;&nbsp;<em>nicht erst sp\u00e4ter &#8230;. Durch die praktischen Beispiele kommen die Aha-Erlebnisse zustande.<\/em>\u00ab<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kam Eva Reich zu diesem ihrem Lebenswerk mit dieser ihrer Biographie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1959 &#8230; (?) gebar Eva Reich ihr einziges Kind, ihre und Bill Moises Tochter:<em><br><strong>\u00bbEs war ein gro\u00dfes Geschenk und \u00e4nderte mein Leben. Es hat mir meine Wunden geheilt. Ich habe im eigenen Haus einen eigenen Montessorikindergarten aufgebaut, von 1963 \u00ad<\/strong><\/em>\u2013&nbsp;<strong><em>1966, eine sehr gl\u00fcckliche Erfahrung f\u00fcr mich. Meine Montessorilehrerin, die gute Emma Plank aus Wien, die wir Nuschi nannten, hat mir immer geholfen mit Informationen und Materialien (<\/em><\/strong><em>22).&nbsp;<strong>Darin hat unsere Tochter gelebt, als sie 2 1\/2 bis 6 Jahre alt war. Es war eine der gl\u00fccklichsten Perioden in meinem Leben.\u00ab<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Im Blick auf die Jahre nach 1976, in denen Eva Reich rund um die Erde herum mit ihren Vortr\u00e4gen \u00fcber sanfte Geburt und Neurosenprophylaxe, ihre Arbeit mit Schwangeren, jungen M\u00fcttern, Eltem, Babies und beruflich mit ihnen T\u00e4tigen sowie durch ihre selbstentwickelte vegetotherapeutische Arbeit ihr ganz spezielles Lebenswerk gestaltete, sagt sie:<br><strong><em>\u00bbIch war 52 Jahre, als dieses ganze interessante Leben angefangen hat\u00ab.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>So wie sich mir dies alles darstellt, hat Eva Reich ihr Leben lang seelisch daran gearbeitet, das Konstruktive im Erbe ihrer beiden Eltern und in dem aller Menschen, denen sie in ihrem Leben begegnet war, in sich zu ihrem Ureigenen werden zu lassen:&nbsp;<strong>\u00bb<em>Das Verst\u00e4ndnis, das ich von meinem Leben jetzt hab&#8216;, hatte ich nicht immer. &#8230; Es wuchs allm\u00e4hlich&nbsp;<\/em>&#8230;&nbsp;<em>All das habe ich mir erarbeitet<\/em>\u00ab<\/strong>. F\u00fcr meine Wahrnehmung war diese emotionale Leistung nur m\u00f6glich dadurch, da\u00df sie mutiger als viele und mit der Kraft ihrer tiefen Religiosit\u00e4t, ihrer Vergewisserung des gr\u00f6\u00dferen Ganzen, alles Lebendigen, in jenes, ihr eigenstes<strong>\u00bb<em>Massengrab, das eventuell noch voller Skelette ist<\/em>\u00ab<\/strong>&nbsp;geschaut und sich den Schmerzen gestellt hat, die dieses Schauen bereitet.<br>In dem Ma\u00df,&nbsp;<strong>\u00bb<em>in dem mein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die eigenen k\u00f6rperlichen Zust\u00e4nde wuchs&#8230;wuchs mein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Babies. &#8230; f\u00fcr meine eigene Heilung interessierte ich mich f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der S\u00e4uglinge<\/em>\u00ab<\/strong><em>.<br><br><\/em>Eva Reich hat in ihrem Leben Abgr\u00fcnde zu \u00fcberwinden und immer wieder Br\u00fccken in sich selbst zu bauen gelernt. M\u00fchsam hat sie sich als junges, selbst\u00e4ndig werdendes M\u00e4dchen von der&nbsp;<em>Gehirnw\u00e4scherin&nbsp;<\/em>Berta Bornstein und dem Urteil ihrer Mutter \u00fcber ihren Vater gel\u00f6st und sich ihre eigene Wahrnehmung Wilhelm Reichs gestattet, wie es aus ihren heutigen, z. B. den oben zitierten Worten \u00fcber ihn deutlich wird.<br>Weil sie dies so viel ihrer Lebensenergie gekostet hatte, war es ihr offenbar dann erst viel sp\u00e4ter m\u00f6glich, u. a. mit Hilfe von Constanze Corey, nach und nach die Mauern von Wut und Entt\u00e4uschung abzuschmelzen, die sie in sich von der (\u2013 letztendlich aus der k\u00f6rperlichen Bindung gespeisten \u2013 ) Bindungs-Liebe zu ihrer Mutter Annie trennten. Die oben zitierten S\u00e4tze geben davon Zeugnis. Eva Reich hat es schlie\u00dflich geschafft, sich hinein&nbsp;zu versetzen in die seelische Situation ihrer Mutter, der Halbwaisen, in deren verschluckte Trauer um die eigene Mutter und den Bruder, in die Intellektuelle-,&nbsp;\u00bb<em>Au\u00dfergew\u00f6hnliche<\/em>\u00ab im viktorianischen Wien. Sie hat gelernt zu verstehen und zu w\u00fcrdigen, wie sehr ihre Mutter selbst Opfer ihrer Zeit und der europ\u00e4ischen, k\u00f6rperfeindlichen Kultur gewesen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Eva Reich offenbar schlie\u00dflich auch das \u2013 in das Schicksal seiner Eltern so verwickelte Leben ihres Vaters hinter sich lassen und von seinem Werk trennen, Letzteres auf ihre ganz spezifische Weise weiterentwickeln konnte, ist f\u00fcr uns alle ihr unbezahlbares Geschenk.<br>Sie trat mit ihrer ganz speziellen, leisen \u2013 und sich von der psychotherapeutischen Arbeit ihres Vaters abhebenden \u2013 Weise der Vegetotherapie, des aufkl\u00e4renden Werbens f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der Ungeborenen, S\u00e4uglinge und Kinder sowie ihrer \u00bbBabymassage\u00ab erst nach 1976, 19 Jahre nach dem Tod ihres Vaters!, an die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele, viele Zeiten seelischer Arbeit bedarf es offenbar, das Schicksal der eigenen Eltem und Gro\u00dfeltern (bzw. anderer Sippenmitglieder) bei ihnen zu lassen, n i c h t zu wiederholen und die eigenen M\u00f6glichkeiten zu ergreifen. Mir scheint das Werk Eva Reichs f\u00fcr die gro\u00dfe Schar heute therapeutisch T\u00e4tiger vor allem deshalb wegweisend, weil noch immer ein tiefer Graben klafft z. B. zwischen Ihnen und ihrem\/unserem Menschenverst\u00e4ndnis einerseits, dem Menschenverst\u00e4ndnis weiter Bereiche in P\u00e4dagogik, Wirtschaft, Politik und anderer \u00d6ffentlichkeit andererseits. An seiner \u00dcberwindung, auf prophylaktischem Feld, mindestens mit zehn Prozent der eigenen Arbeitskraft und mit genauem Hinh\u00f6ren auf das jeweils in einer Situation M\u00f6gliche zu wirken, f\u00fcr die kommunikativen Aufgaben dabei unser Leben lang wie Eva Reich am Verstehen unserer eigenen Handycaps zu arbeiten, daf\u00fcr ist sie uns Vorbild.<\/p>\n\n\n\n<p>(Ich m\u00f6chte Frau Dr. Eva Reich in diesem Zusammenhang ausdr\u00fccklich danken f\u00fcr ihren L\u00f6wenanteil daran, da\u00df ich selbst immer tiefer in die zur emotionalen Reflexion anregende Lehrer- und Eltern\u00bbbildungs-\u00ab, und nun auch in diese wundersch\u00f6ne K\u00f6rperarbeit mit Babies und ihren Eltern geriet).<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcrgen Fischer stellt in seinem Nachwort zu Sharafs Reichbiographie folgende Hypothese auf: \u00bb<em>Es scheint, da\u00df Reichs&nbsp;<\/em>\u00bb<em>heiliger Zorn<\/em>\u00ab&nbsp;<em>der sich sooft in ungez\u00fcgelter Wut ausdr\u00fcckte, nicht nur in seinem Charakter zu suchen ist, sondern durchaus auch die logische Konsequenz ist, wenn man an den Grenzen dessen arbeitet, was wissenschaftlich, sozial und \u00f6konomisch m\u00f6glich ist!<\/em>\u00ab<em>&nbsp;<\/em>(23). Er scheint damit Querelen zwischen Reichsch\u00fclern und -Enkeln rechtfertigen zu wollen. \u2013 Angesichts von Eva Reichs Leben, ihrer Art der Anstrengung zum Verstehen ihrer \u2013 und ihres Einf\u00fchlens in die eigenen Wurzeln, ihrer m. E. daraus gewachsenen, wunderbaren Weise des Wirkens f\u00fcr menschlichere Entwicklungsbedingungen und Beziehungen \u00bbohne Gewalt\u00ab m\u00f6chte ich hiermit die genannte Hypothese J\u00fcrgen Fischers in Frage stellen:<\/p>\n\n\n\n<p>Eva Reich arbeitete wahrlich Zeit ihres Lebens \u00bb<em>an den Grenzen dessen, was wissenschaftlich, sozial und \u00f6konomisch m\u00f6glich<\/em>\u00abist und war. Die Mauern vor dem Frieden mit ihrer eigenen Biographie aber, das tiefste Hindernis lebensf\u00f6rdernder Arbeit hat sie\u00ad immer gr\u00fcndlicher \u2013 niedergerissen, das eigene Seeleneis abgeschmolzen. Sie hat so, eine Generation sp\u00e4ter als Wilhelm Reich und mit anderen therapeutischen M\u00f6glichkeiten und Erfahrungen als er \u2013 durch ihre mutige Selbstreflexion einer&nbsp;<em>\u00bbungez\u00fcgelten Wut\u00ab&nbsp;<\/em>weniger Raum gegeben (\u2013 geben m\u00fcssen?) (24) als Ihr Vater.&nbsp;<br>M. E. ist sie uns allen damit in unserem Bem\u00fchen um ein Verstehen und Annehmen unserer selbst als der st\u00e4rksten Quelle wirklich wohlwollender gegenseitiger Kommunikation im Dienst der Nachwachsenden Wegweiserin.<\/p>\n\n\n\n<p>1 In: Ich will verstehen. Piper, Z\u00fcrich 1996, S.1<br>2 Simon und Leutner Vlg. Berlin, 1994<br>3 1997: Eva Reich \u2013 Leben f\u00fcr die Rechte der Kinder, in: 1. De Meo\/B. Senf: Nach Reich, Zweitausendundeins Frankfurt a. M. 1997, S. 174<br>4 in ihrer Einleitung zu E. Reich\/E. Zornansky: Lebensenergie durch Sanfte Bioenergetik (K\u00f6selVlg. M\u00fcnchen 1997, S. 10.)&nbsp;<br>5 Reich\/Zornansky 1997 S. 76 u. \u00f6fter<br>6 die Texte in O.g. Buch: E.Reich\/E.Zornansky und die in o.g. Buch hrsg. von J. De Meou.B.Senf<br>7 Reich\/Zornansky 1997, S, 67 u. 66<br>8 vgl. L. de Mause, H\u00f6rt ihr die Kinder weinen, 1977, Suhrkamp Frankfurt\/M.<br>9 Sharaf, 1994, S. 70<br>10 Reich\/Zornansky 1997, S. 156<br>11 vgl. auch zu Eva Reichs Religiosit\u00e4t&nbsp;<em>\u00bb<\/em>charismatischem Gebet<em>\u00ab<\/em>&nbsp;etwa in schwierigen therapeutischen Situationen Reich\/Zornansky 1997, S. 65ff.<br>12 1994, S. 148&nbsp;<br>13 a.a.O. S. 176f.<br>14 1994, S. 407<br>15 Sharaf 1994, S. 449&nbsp;<br>16 Sharaf, 1994, S. 461&nbsp;<br>17 Sharaf, 1994, S. 473<br>18 Sharaf, 1994, S. 521&nbsp;<br>19 Sharaf, 1994, S. 535f.<br>20 Reich\/Zornansky 1997, S. 10f.&nbsp;<br>21 1997, S. 175<br>22&nbsp;<em>\u00bb<\/em>Emma Plank wurde Professorin bei der Medicin-Schule in Cleveland, Ohio, USA, und entwickelte die&nbsp;<em>\u00bb<\/em>workingwithchildren in Hospitals<em>\u00ab<\/em>&nbsp;Methodik. In Wien existiert ein Montessori Archiv mit viel Material \u00fcber dieses Thema<em>\u00ab<\/em>.<br>23 Sharaf, 1994, S. 592<br>24&nbsp;<em>\u00bbIch konnte auch &#8218;w\u00fctend aufbrausen&#8216; wie ich j\u00fcnger war, weniger als ich alt werde. Aber es geschieht noch immer ab und zu, besonders wenn ich Menschen auf der Strasse erlebe, die gemein mit ihren Kindern handeln. Z.&nbsp;<\/em>B.:<em>&nbsp;Wenn du dein Kind in der \u00d6ffentlichkeit mit dem G\u00fcrtel schl\u00e4gst (der Bub war beim Schwimmen im Teich und kam nicht augenblicklich wie der Vater wegfahren wollte) was tust du ihm privat an?&#8216; Ich fange an zu zittern und mutig rufe ich laut, ohne zu denken vorher. Meistens &#8218;verteidigend&#8216; den Schw\u00e4cheren. Aber jetzt in USA wird das gef\u00e4hrlich wegen so viel Schiesserei&#8230;\u00ab<\/em><br><br><br><em><br><\/em><a href=\"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/ausgewaehlte-eigene-texte-evas-ueberwindung-des-heiligen-zorns-zur-biographie-von-eva-reich\/\">zum Seitenanfang<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><br><a href=\"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/ausgewaehlte-eigene-texte-uebersicht\/\">zur \u00dcbersicht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Evas \u00dcberwindung des heiligen Zorns \u2013 zur Biographie von Eva Reich Ruth Priese, den 9.3.1999 (Dritte Fassung mit Einarbeitung von handschriftlichen Anmerkungen Eva Reichs vom 28.2.1999 an meinen Text: \u00bbzweiter Entwurf vom 10.2.1999\u00ab mit dem ausdr\u00fccklichen Vermerk von Eva Reich: \u00bbJetzt (90er Jahren), seit Beschr\u00e4nkung der Gesundheit, will ich nur Stille und Frieden im eigenen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-265","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=265"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/265\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":672,"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/265\/revisions\/672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/neu.ruthpriese.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}